Geschichte der amerikanischen Außenpolitik. Von 1917 bis zur Gegenwart.

Geschichte der amerikanischen Außenpolitik. Von 1917 bis zur Gegenwart. similar items

Geschichte der amerikanischen Außenpolitik. Von 1917 bis zur Gegenwart.


Authors: Stephan G. Bierling
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: September 2003
Publisher: Beck
Ähnliche Artikel finden:
Kategorien - Politik & Geschichte - Überblick
Kategorien - Lernen & Nachschlagen - Wissen nach Themen - Länder & Regionen - Amerika - USA
Kategorien - Politik & Geschichte - Politik nach Ländern - USA
Kategorien - Politik & Geschichte - Politik nach Bereichen - Außenpolitik

Customer Review:
Gut verständliche Schilderung
Bierling, der für einen Professor erstaunlich klar und lebendig formliert, stellt in diesem Buch fundiert und übersichtlich die Entwicklung der US-Außenpolitik der letzten 90 Jahre dar. Dabei geht er zunächst auf die geographischen, verfassungsrechtlichen und historischen Rahmenbedingungen ein und geht dann nacheinander die politischen Epochen von 1917 bus zur Gegenwart durch. Er führt vor Augen, dass Amerika als dominierende Weltmacht eine Erscheinung der jüngsten Zeit ist und dass dieses Land die Hegemonialrolle nicht aktiv erstrebt hat, sondern in sie hineinwuchs. Die langfristigen Strömungen, wie zum Beispiel der oft wiederaufscheinene isolationistische Impuls werden ebenso geschildert wie die Wendepunkte der US-Außenpolitik und die Motive der Handelnden.
Insgesamt fördert das Buch das Verständnis der amerikanischen Außenpolitik, ihrer Fundierung in Werten unterschiedlicher Art und ihrer Organisationsstrukturen. Sehr hilfreich für alle an internationaler Politik Interessierten.
Gelungener Überblick der amerikanischen Außenpolitik
Im Gegensatz zur europäischen Mächtepolitik, deren Wurzeln weit zurückliegen und dessen Geschichte von Personen wie Karl dem Großen, Napoleon Bonaparte oder zweifelhaften Massenmördern wie Adolf Hitler bestimmt wurde, mutet die Historie der amerikanischen Außenpolitik geradezu unschuldig, gar jungfräulich an.

Seit der Entdeckung Amerikas im 15. Jahrhundert und der Erklärung seiner Unabhängigkeit vom britischen Empire im 18. Jahrhundert, gelang der Kontinent in den Fokus der Weltpolitik. Stephan Bierling, Professor für Internationale und Transatlantische Beziehungen an der Universität Regensburg, zeichnet ein konzises und übersichtliches Bild über die (nord-)amerikanische Außenpolitik seit 1917. Die Zeit vor dem Eintritt in den Ersten Weltkrieg, der infolge des totalen deutschen U-Boot-Krieges unvermeidlich schien, wird bei Bierlings Betrachtungen nur nebenbei gestreift. Interessant: Der Autor zeichnet dabei ein genaues Bild der amerikanischen Machtpolitik, das sich betulich abhebt von mancherorts gehegten Interpretationen. Auch Amerika agierte imperial, hierfür führt Bierling die Konfrontationen mit Mexiko (1845), Alaska sowie Hawaii an. Der Befreiungskampf gegen den spanischen Usurpator (1898) interpretiert Bierling als Eintritt der USA als regionaler Akteur in Lateinamerika und Südostasien (Seite 30).
Wie gesagt, derlei wird nur knapp und überschaubar zu Beginn des Buches angesprochen, was allerdings auch mit einem kleinen Wermutstropfen behaftet ist. Die folgenden Ausbreitungen und Analysen über die Wilsonsche Friedenspolitik (vor und nach dem Ersten Weltkrieg) und Roosevelts Reformen in Zeiten der Weltwirtschaftskrise werden passend beschrieben. Das ist zuweilen zwar nicht immer besonders informativ, wird jedoch der Aufgabe des Buches gerecht: eine Übersicht zu bieten. Die Post-Kriegszeit analysiert Bierling stringent entlang seiner Methodik: Welche Mächte/Kreise bestimmten die (Außen-)Politik der USA. Und Welche Bedeutung maß der Präsident eben jener Außenpolitik bei.
Beides relevante Fragestellungen: So erweist sich Roosevelts Nachfolger Truman als renitenter Nicht-Visionär, der große Beratungszirkel scheute und Beschlüsse in geheimen Sitzungen mit seinem Außenminister zu beraten pflegte.
Er zeichnet ein detailliertes Bild von den Entscheidungsträgern und Machtlobbys, die bei den außenpolitischen Handlungen der USA all die Jahre hinweg von Interesse waren.

Der Kalte Krieg und dessen Folgen (Vietnam-Krieg) beschreiben dabei logisch die sich vermehrenden außenpolitischen Probleme und Verwicklungen, die die moralisch-ethischen Kategorien (Werte) der Amerikaner auf die Probe stellten.
Bierlings Beschreibungen bleiben nicht immer objektiv, können und sollen sie auch nicht, allerdings vermag er es dabei nicht seine offenkundige Sympathie für die konservativen Präsidenten zu verbergen: Während von Carter und Clinton ein geradezu negatives Bild gezeichnet wird, verkommt Bush Senior zum unfehlbaren Außenpolitiker, der ausschließlich über die innenpolitische Lage stolperte.

Dennoch: Dieses Buch ist eine gelungene Einführung in die historisch gesehen erst kurze, dafür aber überaus ereignisreiche außenpolitische Geschichte der USA, die die Bush-Politik als Scheideweg einordnet. Doch welchen Weg wird Amerika zukünftig einschlagen?
Gelungene Abhandlung
Der Autor versteht es komplexe Zusammenhänge der amerikanischen Außenpolitik verständlich und interessant darzustellen. Trotz des hochschuldidaktischen Anspruchs verzichtet der Verfasser auf verkomplizierte Formulierungen und schont damit Auge und Geist des Lesers für das Wesentliche.

Das Buch bietet einen hervorragenden Einstieg und fundiertes Überblickswissen zur amerikanischen Außenpolitik seit dem ersten Weltkrieg und zu außenpolitisch relevanten US-Institutionen.

Wünschenswert für eine kommende Auflage wäre lediglich eine chronologische Übersicht über die wichtigsten Stationen der amerikanischen Außenpolitik.

Insgesamt handelt es sich um eine gelungene und sehr lesenswerte Abhandlung, die für interessierte Einsteiger wie auch Kenner gleichermaßen geeignet ist.

Books:

  1. Das politische System der USA. Eine Einführung.
  2. Rechtsextremismus in der Bundesrepublik.
  3. Was ist Antisemitismus?
  4. Die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.
  5. Versuchen wir das Unmögliche. Erinnerungen an Che Guevara. CD.
  6. Kapitalismus im Koma. Eine sozialistische Diagnose
  7. Weltgeschichte in Geschichten. Streifzüge von den Anfängen bis zur Gegenwart
  8. Mein Schicksal heißt Afghanistan. Eine Frau kämpft für ihre Freiheit.
  9. Klassiker des politischen Denkens 02. Von Locke bis Max Weber.
  10. Kultur und Wirtschaft

Books

germanbooks88.com