Customer Review:
Ein Buch, das zu viel verspricht.
Feminismus kann ein wirklich interessantes Thema sein, wenn man die richtige Literatur dazu ausfindig macht. Dieses Buch gehört gewiss nicht dazu. Einige Kapitel besitzen sehr eindrucksvolle Überschriften oder wirken groß. Tatsächlich driften diese großen Themen meist ins Unsachliche ab. Das ist schade, da es sicherlich einen Punkt gegeben hätte, den man an ihnen hätte festmachen können. Konkret stören mich folgende Aussagen und Standpunkte:
"Foucault-Lektüre machte mich entweder ärgerlich, oder sie langweilte und depremierte mich." (S.70)
-Das mag für Pusch persönlich zutreffen, und es ist jeder/jedem freigestellt sich ihr/sein eigenes Bild zu machen. Sowas hat aber nichts in einem Buch verloren, das ein ernsthaftes Thema behandelt. Es tut nichts zur Sache und hat keinen Stil.
Frauen hätten im Kontext der Trümmerbeseitigung in der Nachkriegszeit "verwendet" werden können. Pusch verweist auf eine Parallele in puncto Putzen in Privathaushalten. (vgl. S.107)
-Wer bestreitet, dass Trümmerfrauen Beachtliches bewerkstelligt haben, ist im Unrecht. Die Arbeit war zweifelsohne gefährlich. Man kann aber nicht unter den Tisch fallen lassen, dass viele Männer tot waren. In diesem Kontext ist es nicht möglich Aussagen über Arbeitsteilung zu treffen, die repräentativ sind. Es handelt sich um eine extreme Ausnahmesituation. Puschs Argumentation impliziert, dass Männer sich aus dem Staub gemacht hätten. Das ist nicht richtig.
Des Weiteren ist ein Vergleich zwischen Trümmerbeseitigung und Putzen nicht naheliegend. Eine Wohnung zu säubern ist eine zu würdigende Leistung, aber in der Regel nicht lebensgefährlich. Hier werden Sachverhalte in einen Topf geworfen, die nicht in Realtion miteinander stehen. Dass Frauen im Schnitt die sind, die sich um das Putzen der Wohnung kümmern ist richtig, dass es etwas mit der Nachkriegszeit zu tun hat ist falsch.
Auf dem Weg zu einer gerechten Sprache
Einmal mehr hat mich Luises messerscharfe Analyse der maskulinen Sprache und ihre fast schon schmerzhafte Satire für die Thematik der feministischen Linguistik begeistert. Die LeserInnen erhalten einen tiefen Einblick in die beinahe tiefschwarzen Abgründe unserer Sprache. Mit bestechendem Sachverstand führt Frau Pusch ihr lesendes Publikum dort hinunter und zeigt gleichzeitig die verlockenden Möglichkeiten einer wahrhaft weiblichen Sprache. Während des Lesens durchlebte ich eine Achterbahn von
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