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Che lebt ...
... noch heute in den Köpfen vieler Menschen aller Altersgruppen und Gesellschaftsschichten dieser Erde. Überall begegnet uns sein berühmtes Bild mit der ihm eigenen Baskenmütze. Doch wer war er eigentlich wirklich und woher kommt sein Mythos? Dieser Frage wollte ich zumindest für mich mit der Lektüre dieses Buches klären. Von seiner Geburt in Argentinien an bis zu seinem Tod in Bolivien geht man mit diesem Buch auf eine Reise durch die Lebensstadionen des hiesigen Che. Dabei geht der Autor nicht nur auf die Person Che ein, sondern auch die Menschen in seinem näheren Umfeld werden beleuchtet. Das Buch stützt sich hauptsächlich auf Dokumente und Zeitzeugenberichte von Menschen, die in irgend einer Form mit Che zu tun hatten. Dabei muß man sich aber immer eine kritische Distanz zu den Zeitzeugenberichten wahren, da natürlich meist nur engere Freunde und Vertraute in unmittelbaren Kontakt mit Che kamen und fast immer dazu neigen, Positives hervorzuheben und Negatives zu vergessen. Doch wenn man derlei Aussagen mit gewissem Abstand betrachtet, bekommt man einen guten Einblick in Ches Leben. Dabei ist besonders sein unermüdlicher Einsatz für seine Sache auffallend. In Gebieten fern seiner Heimat setzt er sich gegen die für ihn vermeindlichen Ungerechtigkeiten ein, verzichtet dabei fast selbstverständlich auf Privatleben, eigenen Wohlstand und setzt nicht nur einmal sein Leben aufs Spiel, nur um seiner Sache einen guten Ausgang zu verschaffen. Ein Großteil des Buches behandelt natürlich sein Schaffen in Cuba. Dabei gewinnt man ganz nebenbei einen guten Überblick über die Revolution und deren führende Köpfe auf der Insel. Doch auch sein Einsatz im Kongo oder in Bolivien kommen nicht zu kurz. Positiv fand ich auch, daß alle Zitate von Che kursiv hervorgehoben sind und man so einen besseren Überblick über die Wortwahl Ches bekommt. In Situationen, in denen Vorgehensweisen Ches unklar oder offen geblieben sind, wirft der Autor Fragen in den Raum, deren spekulative Beantwortung er aber jedem Leser für sich überlässt. So kommen, bis auf die Unsicherheiten der Zeitzeugenberichte, nur Fakten auf den Tisch, die der Autor ohne Zweifel sehr umfangreich recherchiert hat.
Wer ist Che ??
In vielen Zimmern von Jugendlichen und "Möchtegern"-Revoluzzern sieht man "das" Bild von Che hängen. Fragt man die Leute, wer das genau ist, erntet man häufig ein achselzucken...nicht mal den eigentlichen Namen bekommen diese Pfeiffen auf die Reihe. Warum ich das schreibe, erstens weil es stimmt und zweitens weil ich hoffe, dass vielleicht der ein oder andere "Möchtegern" sich mal dieses Buch zur Brust nimmt und das Leben des Ernesto genau durchliest. Dieses Werk von Paco Ignazio Taibo II ist sicherlich die umfangreichste, detailgenauste und am besten zu lesende Biographie des Argentiniers, die es gibt. Das Buch verdient allein durch die Genauigkeit und die durchaus fesselnde Spannung Ihre 5 Punkte.
Jetzt weiß ich, wer Che Guevara war
Der Mythos Che Guevara - Argentinier, Revolutionär, Sozialist? - Wie war Che wirklich? Die Frage kann in diesem Buch beantwortet werden. Dabei gelingt es dem Autor, den Mythos aufleben zu lassen, ihn gleichzeitig aber auch als Menschen verständlich rüberzubringen.
Das Buch ist mit 600 Seiten sehr umfangreich, lässt sich aber gut lesen, weil es im Erzähl- bzw. Romanstil geschrieben ist. Man kann sich gut in die Person Che Guevara hineinversetzen, sei es in seiner eigentlichen Bestimmung als Guerillero, aber auch als Mitglied des Staatswesens (als Industrieminister).
Jeder kennt den Mythos um diese Person- als Symol von revolutionärem Gedankengut und Bewegungen. Wer wissen will, was dahinter steckt und wie der Mythos zustande kam ist mit diesem Buch ganz gut beraten.
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