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Endlich mal was Neues
Lange habe ich auf dieses Buch gewartet und wurde nicht enttäuscht. Äußerst interessant, wie Davis' einen logisch erscheinenden Zusammenhang zwischen Entstehung der sogenannten "Dritten Welt", klimatologischen (Extrem-/Ausnahme-)Erscheinungen (primär El Nino/La Nina- Phänomene in den entsprechenden Regionen) und Kolonialismus bzw. Imperialismusbestrebungen, v.a. von den heute hoch industrialisierten, wohlhabenden Ländern Europas, herstellt. Dieser von Ihm entwickelte Kausalzusammenhang zwischen physisch-geographischen/meteologischen Erscheinungen einerseits und sozialen, gesellschaftlichen Entwicklungen andererseits ist meines Erachtens nach eine durchaus durchdachte Analyse der entsprechenden Historie und gerade im Zeitalter des Globalisierungsdiskurses hoch interessant. Er zeigt auf, dass bestehende (globale) Strukturen, eine Welt, geteilt in arm und reich, durchaus gewollt sind. Abseits von modernisierungs- und dependenztheoretischen (die sicher auch zu einem gewissen Maße hier eine Rolle spielen) Ansätzen, ein Versuch, aktuelle Entwicklungen und Verhältnisse plausibel zu erklären.
Fazit: Unbedingt lesen! Interessant, Innovativ, bedingt durch den komplexen historischen Hintergrund teilweise etwas schwierig, mit zahlreichen Quellen versehen- ein tolles Buch für den, der sich vielleicht etwas abseits vom Mainstream mit der entsprechenden Problematik befassen möchte.
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