Customer Review:
Interessanter Reality - Krimi !?
Der Autor beschreibt detailliert wie es im israelischen Geheimdients zugeht. Besonders imposant ist der Vergleich mit den ungleich größeren amerikanischen Geheimdiensten, die aber wesentlich ineffektiver arbeiten. Auch beschreibt er sehr eindrucksvoll die Auswirkungen des jüdischen Zusammenhaltens.
Das Buch vermittelt einen guten Einblick, wie Geheimdienste funktionieren können, allerdings frage ich mich bei solchen Büchern immer, warum der Autor noch lebt, wenn der Mossad wirklich so effektiv arbeitet.
Meine Empfehlung: Krimi mit Realitätsbezug, aber kritisch zu lesen. Ein Buch für düstere Winterabende.
- 10 Sätze pro Buch sind genug -
zu tendenziös und verdreht
Das Buch ist sehr spannend und im allgemeinen schliesse ich mich den anderen Rezessionen an, ABER...
Leider ist Ostrovsky völlig desillusioniert vom Mossad gegangen. Seine Beweggründe mögen berechtigt gewesen sein. Aber es ist doch bekannt, dass jeman, der aus irgend einer Art "Gemeinschaft" (hier der Mossad) im Streit austritt, sich dieser Grupper verschliesst und versucht, alles was mit ihr zu tun hat, durch eine Brille zu betrachten, die immer diese "Gemeinschaft" schlecht darstellen möchte.
Laut Ostrovsky ist der Mossad böse und die PLO das arme Opfer. So eine Darstellung ist völlig absurd. Der Mossad hat keine Selbstmordattenäter. Des weiteren wird von ihm meistens (natürlich sind das auch keine Engel) versucht, strategische Köpfe auszuschalten und möglichst wenig zivile Opfer zu treffen. Wie viele Kinder werden von der PLO missbraucht, um gegen Israel zu aggieren (Selbstmordattentäter, Steinewerfer). etc. etc. Wenn man solche Fakten übersieht muss man ja schon extrem blind sein! Damit möchte ich aber auch nicht den Mossad als die "Guten" darstellen. Es geht hier um eine realistische Einschätzung.
Ausserdem sind die anderen Geheimdienste auf der Welt nicht besser als der Mossad. Ganz sicher nicht!!!
Als Diplomatensohn, der schon viel in der Welt herumgekommen ist, u.a. auch im Nahen Osten, erlaube ich mir so eine - von den Medien unabhängige - Einschätzung.
Student
Authentisch und spannend, ein Augenöffner.
Selten habe ich ein Buch in so kurzer Zeit verschlungen. Ostrovsky lässt keinen Zweifel daran aufkommen, daß er ein hochintelligenter Katsa (Mossad-Agentenführer) mit einer unglaublichen Beobachtungsgabe und Gedächtnis ist bzw. war. Die meisten Aktionen werden unglaublich authentisch und detailliert, dabei trotzdem fesselnd und meist neutral beschrieben.
Einige Aktionen sind leicht tendenziös (einzelne Persönlichkeiten über Gebühr kritisierend) beschrieben, aber darüber lässt sich leicht hinwegsehen.
Ostrovsky verliess 1986 den Mossad, nachdem er 5 Jahre ausgebildet worden war und 2 Jahre aktiv gedient hatte. Blauäugig lernte er beim "besten" Geheimdienst der Welt das Geschäft der Kriegsführung ("By way of deception, thou shalt do war" lautet das Mossad-Motto), um sich anschliessend zu wundern, daß er in Kreisen arbeitete, die oft den Kampf für die "Sache Israel" zum Zwecke ihrer persönlichen Bereicherung vernachlässigten, und dabei auch über Leichen gingen.
Ein Augenöffner par excellence über die Rolle Israels in der Weltpolitik. Man merkt dem Buch sein Alter (1990) nicht an.
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