Wer weint schon um Abdul und Tanaya? Die Irrtümer des Kreuzzugs gegen den Terror.

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Wer weint schon um Abdul und Tanaya? Die Irrtümer des Kreuzzugs gegen den Terror.


Authors: Jürgen Todenhöfer
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: Mai 2003
Publisher: Herder, Freiburg
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Customer Review:
Großartig !
Jürgen Todenhöfer war in seinen jungen Jahren ein Geldbote der deutschen Regierung. Er lieferte während des afghanischen Bürgerkrieges gegen die Sowjetunion deutsche Steuergelder an die Wiederstandskämpfer aus denen sich die extremistischen Taliban sowie die terroristische Al-Quaida bildeten. Heute, 20 Jahre später schreibt dieser Bürobote der deutschen Außenpolitik ein Meisterwerk der kritischen Literatur. Man kann Herrn Todenhöfer zu dieser persönlichen Befreiung nur gratulieren und hoffen, daß andere Funktionäre seinem Beispiel folgen.
Hervorragendes Werk
Dieses Buch hat mich beeindruckt. Sehr informativ und zugleich spannend. Klare Orientierung und deutliche Beschreibung des Hauptpunktes (weshalb u.a. die USA bei ihrer Außenpolitik erhebliche Fehler begannen haben).
Ich wünsche diesem Buch auch ein internationales Gehör, da ich denke, dass es SEHR lesenswert ist und einiges verheimlichte deutlich ausspricht bzw. richtig(er) darstellt.
erschütternd und nachhaltig
„In einem Augenblick der Rache kann man mehr zerstören, als man in einem ganzen Leben wieder aufbauen kann!" Dieses chinesische Sprichwort stellt die Quintessenz dieses schockierenden und aufrüttelnden Buches dar. Ich habe selten ein so nachhaltiges Werk in Händen gehalten.

Der Autor ist, wie er selbst immer wieder betont, ein enger Freund Amerikas und ein Anhänger des „Amerikanismus" wie ihn Kissinger, Carter oder Reagan interpretierten und John F. Kennedy demonstriert hat. Den zur Zeit vorherrschenden „Bushismus" um „Öl und Macht um jeden Preis" lehnt er entschieden ab, mehr noch, er demonstriert an unumstößlichen Fakten und stichhaltigen Beweisen die Schieflage der derzeitigen Politik von Präsident Georg W. Bush. Plötzlich steht Jürgen Todenhöfer als Gegner Amerikas da - als scharfer Analytiker einer falschen Strategie gegen den Terror.

Doch ist er nicht nur ein Mahner der die Irrtümer des Kreuzzugs gegen den Terror anprangert; er zeigt Lösungsvorschläge auf die zumindest ansatzweise ohne Probleme durchführbar wären.

Mit „Abdul" und „Tanaya" personifiziert Jürgen Todenhöfer die unsagbaren Leiden der Menschen, denen er auf seinen teilweise lebensgefährlichen Reisen in die Krisengebiete des Irak und Afghanistans begegnete.
„Nur Dummköpfe gehen mit Flugzeugträgern, Raketen, Jagdbombern und Panzern auf die Fuchsjagd oder bekämpft die Laus mit einem Vorschlaghammer. Den Terrorismus bekämpft man mit dem Skalpell und nicht mit dem Schlachterbeil!" sind Sätze, die die derzeitige Situation der Weltpolitik auf den Punkt bringen. Er zeichnet traurig-schaurige, reale Bilder; Bilder einer ganzen zerstörten Region ohne Hoffnung und von Generationen perspektivloser Menschen im Irak und in Afghanistan.

Aber warum verharmlost der Autor den Diktator Zia-ul-Haq, nur weil dieser ihm PR-trächtig half Abdul das Leben zu retten. Hat der pakistanische Diktator doch tausende Opfer auf dem Gewissen! Warum bezeichnet er den nachweislichen Mörder Hekmatyar nicht als solchen? Warum widerspricht er nicht der These des Imam Sheikh Al-Azhar dass die Selbstmordattentate der Hamas in Israel keine Terrorakte sind und die Attentäter wahre „Märtyrer" seien? Wo sind hier die anklagenden Worte und brilianten politischen Analysen Jürgen Todenhöfers die dieses Werk ansonsten so nachhaltig bereichern! Fragen, die sich mir als wachgerüttelten, schockierten Leser, bei der Lektüre dieses Anti-Kriegs-Buches unweigerlich aufdrängen.

So bleibt die Hoffnung dass sich alle Politiker dieser Welt den Satz John F. Kennedy's zu eigen machen und dementsprechend handeln: „Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, sonst setzt der Krieg der Menschheit ein Ende."
Dieses nachhaltige Werk Jürgen Todenhöfers kann der Anstoß zu einer besseren Antiterrorpolitik sein - ich hoffe es!

Books:

  1. Was ist was?, Bd.64, Die alten Griechen
  2. Der fremde Vater. Der Sohn des Kanzlerspions Guillaume erinnert sich
  3. Blut für Allah. Ich war die Frau eines islamischen Terroristen.
  4. Wo ist Gott? Gespräche mit der nächsten Generation.
  5. Die Ökonomie des unschuldigen Betrugs. Vom Realitätsverlust der heutigen Wirtschaft
  6. Bedingt dienstbereit. Im Herzen des BND - die Abrechnung eines Aussteigers
  7. Macht und Ohnmacht. Amerika und Europa in der neuen Weltordnung
  8. Der Nahost-Konflikt
  9. Der Mossad. Ein Ex-Agent enthüllt Aktionen und Methoden des israelischen Geheimdienstes.
  10. Die Bräute Allahs. Selbstmordattentäterinnen aus Tschetschenien

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