Customer Review:
Schwarzer Humor in Schwarz-Rot-Gold
Zynismus ist die Kunst, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, und nicht, wie sie sein sollten. (Oscar Wilde)
Der Deutsche an sich (und das schließt aktuell eben Ost und West ein) neigt nicht dazu, die Dinge so zu sehen, wie sie sind.
Anstatt einen Grundstein für die in den 40 Jahren der Teilung verlorengegangenen Verständigung zu legen, benutzen der Großzügige (West)und der Übervorteilte (Ost) gerne eben jene Gemeinplätze, die in diesem Buch so vortrefflich aufgeführt sind.
Ich habe mich beim Schmunzeln in den Kapiteln "West gegen Ost" ertappt, da ich viele Sprüche von Westlern mit eigenen Ohren gehört habe (und überstanden habe).
Bei den Kapiteln "Ost gegen West" hat mich die Art überzeugt, in der A.Elis die Anpassung des Durchschnittszonis nach der Wende beschreibt.
Wer sich gerne einredet, Stereotypen im Umgang zwischen Ost und West wären nach den Jahren des Zusammenwachsens passé, dem sei von diesem Buch abgeraten.
Wer lustvoll Sticheleien in beide Richtungen ertragen kann und ein Nachschlagewerk mit den treffendsten (aktuellen) Plattitüden sucht, sollte zugreifen.
Eine leichte Kost, die schwer im Magen liegt.
Nur stellenweise witzig und dabei seltsam politisch
Die sogenannte "längst fällige Abrechnung" will mehr lustig sein als sie es tatsächlich ist. Dabei sind die Beiträge von Angela Elis deutlich besser als die von Michael Jürgs. Von dem Altlinken fühlen sich wohl nur wenige "Wessis" richtig vertreten. Herr Jürgs verharmlost die DDR, obwohl er vorgibt das Gegenteil zu tun, mit ihr abzurechnen. Frau Elis schreib die Erwiderungen schon mit deutlich mehr Charme und zum Glück weniger politisch. Alles in allem mußte ich mich über den Unsinn von Herrn Jürgs einfach zu oft aufregen um das Buch als gut bezeichnen zu können.
Typisch geistlos!
Schön wieder Kohle verdient mit Ihrem vermeintlichen Thema das alle Deutschen interessiert. In diesem Buch wird nicht ein Fakt geliefert, der mit den gängigen Vorurteilen aufräumt oder diese in irgendeiner Form hinterfregt. Statt dessen wird alles was seit 15 Jahren an Klischees rumgeistert neu aufgewärmt.
In der Hinsicht haben "Wessis" und "Ossis" mittlerweile etwas gemein. Inhalte sind egal. Hauptsache es bringt Schotter.
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