Customer Review:
Gutes Buch - doch ein betrüblicher Fehler
Daß ein Krieg bedeutet, junge Menschen sinnlos zu opfern - das hat Todenhöfer eindringlich dargestellt. Er gibt den Opfern ein Gesicht, eine Geschichte und eine Vergangenheit. Für dieses Engagement, für dieses Projekt kann man ihn nur beglückwünschen. Und im Nachwort hält er ein flammendes Plädoyer gegen Krieg und Gewalt als Mittel zur Problemlösung. Vor allem, wenn dieses Problem die Spaltung in Arm und Reich ist. Ursache für Terror ist Ungerechtigkeit. Und Gerechtigkeit läßt sich nicht mit Bomben schaffen. Umso mehr bekümmert mich, daß er den Irakkrieg als - wenn auch falschen - Kampf gegen Terrorismus" sieht. Seinem Nachwort zufolge ist der Irakkrieg ein Versuch der USA, Terrorismus zu bekämpfen. Zu recht nennt er das einen Fehler. Aber er verkennt, daß es kein Krieg gegen Terrorismus ist, sondern ein Krieg um Energiereserven und Einflußsphären, also ein Feldzug zur Erweiterung des amerikanischen Imperiums. Terrorimus diente dabei nur als Vorwand.
Das schmälert nicht den Inhalt des Buches, aber den Gehalt des Nachworts.
stimmt nachdenklich
Ein sehr nachdenklich stimmendes Buch, nachdem ich es fast in einem Zug fertig gelesen hatte konnte ich sogar lange nicht einschlafen, so sehr hat es mich beschäftigt. Vielleicht deswegen noch mehr als andere, da ich selbst mit einem Soldaten zu Zeiten des Irak-Krieges liiert war, der es Gott sei Dank zumindest ohne körperliche Schäden überstanden hat. Seine Seele jedoch leidet immer noch sehr darunter.
Die Sinnlosigkeit, speziell dieses Krieges der nichts ausser einer schier unendlich scheinenden Spirale des Terrors und der Gewalt hervorgerufen hat, wird einem nach der Beschreibung der Schicksale von Andy und Marwa nur noch mehr bewußt. Wie kann und darf ein Politiker über Leben und Tod unschuldiger Menschen entscheiden?
Ein heikles Thema, das Buch in jedem Fall sehr empfehlenswert, es macht einen sehr traurig und läßt einen fragen, wohin dieser Teufelskreis von Terrororanschlägen, Hass und Gewalt in der heutigen Welt, noch führen mag...
ergreifendes Buch
Ich bin Schülerin einer Berufsschule und wir sollen im Deutschunterricht ein Buch unserer Wahl vorstellen. Habe mich für dieses Buch entschieden weil es sehr ergreifend geschrieben wurde. Ich habe mich sehr für den irrsinnigen Krieg im Irak interessiert und somit das Buch in einem Stück gelesen. Es ist unbegreiflich das wir hier in Deutschland oder in manch anderen europäischen Länder so viel jammern. Das wir nicht das Leid der Bevölkerung im Irak sehen. Jürgen Todenhöfer hat dies in seinem zweiten Antikriegs Buch geschafft nieder zuschreiben. Ein sehr gelunges Buch was zum Nachdenken anregt!
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