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Rückblick auf eine Wochenzeitung
Ende Dezember 1996 erschien die letzte Nummer der „Wochenpost". Diese Berliner Wochenzeitung erreichte insgesamt 43 Jahrgänge, in denen 2244 Ausgaben herausgegeben wurden. Die „Wochenpost" war, so lautet eine These, eine „Nische für Leser und Redakteure" in der Zeitungs- und Zeitschriftenlandschaft der DDR. Weit davon entfernt, ein Organ des Widerstands zu sein, in denen auch Nichtkonformes erscheint, bot sie dennoch einen „bunteren" und „entspannteren" Blick auf die Welt und den ostdeutschen Staat, als dies der überwiegende Teil der Tagespresse tat. Klaus Polkehn, der Autor des vorliegenden Buches, war bis 1991 Redakteur für Wirtschaft und Außenpolitik und lange Jahre stellvertretender Chefredakteur. Als Insider legt er eine fundierte und detaillierte Darstellung der Entwicklung der Wochenzeitung vor, die unter anderem Auskunft gibt über das Spannungsverhältnis von Redaktion und Staatspartei, Zensurmaßnahmen, Kulturberichterstattung, den „östlichen Blick" auf Westdeutschland, „Leserbriefe als Demokratieersatz" und natürlich über die wirtschaftliche Schieflage, in die das Blatt nach der Wende geriet. Der beschreibende Text wird angereichert mit Auszügen aus Artikeln und Leserzuschriften sowie einer Vielzahl von Illustrationen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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