Customer Review:
Ein schwarz weißer- Film
tja bei diesem Bericht bekommt man in der tat ein mulmiges gefühl.
Nicht erwehren konnte ich mich gegen meinen Eindruck darüber, dass wenn dieses Buch ein film wäre, er aufgrund der Emotionen und Bedrücktheiten garantiert schwarz-weiss gedreht würde.
es wirft fragen auf, die ich mir (leider oder gott sei dank)
nicht selbest beantworten kann, und schärft die sinne und den verstand darüber nach zu denken wie es heutzutage die situation ist. ich befürchte : ebenso.
die schattenseiten des Wirtschaftswunders und des Wohlstandes erfährt man bei diesem buch aus erster reihe.
Alter Bericht und immer noch aktuell?
Bei diesem Buch handelt es sich um eines der Erstlingswerke von Wallraff. Obwohl es aus den 1960ern stammt, bekommt man beim Lesen immer noch ein unwohles Gefühl in der Magengegend! Trotz aller Neuerungen an Schichtmodellen und Montagehilfen in allen beschriebenen Bereichen bleibt der Mensch doch oft nur Erfüllungsgehilfe von maschinellen Tätigkeiten - damals, wie auch heute - wie ich finde (konnte ich mir nicht verkneifen - Entschuldigung). Der Autor beschreibt seine Tätigkeiten als einfacher Arbeiter in unterschiedlichen Firmen. Vom Automobilbauer, bis zum Röhrenwerker. Dies ist an sich nichts besonderes, wenn Wallraff nur Beobachter wäre! Wallraff schreibt nicht aus der Distanz, sondern macht sich wirklich zum Arbeiter. Er fühlt und lebt wie die Kollegen, die Ihn täglich umgeben und wird selbst zum einfachen "Malocher", macht allerdings aus seiner politischen Gesinnung keinen Hehl, was in meinen Augen eine Voreingenommenheit zur Sache darstellt.
Fazit: Lesenswert nicht nur für junge Menschen, die sich unter 19XX nichts vorstellen können, sondern auch für alle, die in dieser Zeit in der Industrie gearbeitet haben. Ein Buch zum Nachdenken und Vergleichen zwischen damals und heute.
Ein packender Bericht
Ich bin nur durch Zufall auf das Buch gestoßen, kann aber sagen, dass es sich wirklich zu lesen lohnt.
Zum Inhalt:
Diese Buch befasst sich mit der Kehrseite des deutschen Wirtschaftswunders, die auch heute leider noch aktuell ist. Günter Wallraff versteht es die Schwierigkeiten der Arbeiter aufzuzeigen und stellt diese ungeachtet der Kritik der Firmen vor. So sammelte er Erfahrungen in einer Autofabrik, auf einer Werft, in einem Rohrwerk und in einem Stahlwerk. Aufgrund dieser Erfahrungen klagt er die rücksichtslose Ausnutzung der menschlichen Arbeitskräfte in jenen Firmen an.
Dieses Buch profitiert besonders davon, dass der Autor selber unter den gleichen Bedingungen wie die Arbeiter gearbeitet hat und nicht wie andere Reporter nur das Geschehen beobachtet hat. Zwar ist der Text - Ende der Sechziger geschrieben - nicht mehr hoch aktuell, dennoch sind die Aussagen grundsätzlich noch gültig.
Ein gutes Buch, das jeder der Interesse an der Thematik hat lesen sollte.
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