Die wirrsten Grafiken der Welt

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Die wirrsten Grafiken der Welt


Authors: Gerhard Henschel
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: 11. März 2003
Publisher: Hoffmann und Campe Verlag
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Kategorien - Film, Kunst & Kultur - Medien - Zeitung
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Customer Review:
Originell und regt zum Nachdenken an
Wer hat sich nicht schon beim Betrachten so manche Darstellung gefragt, was sie eigentlich aussagen soll? Der Clou ist ja, daß Bilder stets der Versinnbildliching dienen sollen, das heißt letztendlich dem besseren Verständnis von Zusammenhängen. Insofern liefert dieses Buch zunächst einmal die Beruhigung, daß man nicht alles verstehen muss.
Etwas weitergedacht erkennt man ja an anderen zuerst die eigenen Schwächen. Insofern hat mich das Buch auch dazu angehalten, die Sinnhaftigkeit meiner eigenen Grafiken besser zu überdenken. So kommt zum Unterhaltsamen auch noch ein Lerneffekt.
Ich finde die Idee des Buches originell und ganz ausgezeichnet, daher volle Punktzahl.
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Ich bin Texter. Darum höre ich die Binsenwahrheit "ein Bild sagt mehr als 1'000 Worte" nicht gerne. Doch Hilfe naht: Gerhard Henschel schreibt seit Jahren für die taz eine Kolumne über wirre Grafiken. Mit der Zeit hat er von den Lesern so viele Beispiele erhalten, dass er sie als Buch veröffentlichen musste. Seine Auswahl nichts sagender, verwirrender, Sinn entstellender Grafiken reicht von PowerPoint-Präsentationen über Netzwerkpläne bis zu Schaubildern, die das Balzverhalten der Guppymännchen erklären sollen. Ein Buch für alle, die gerne schmunzeln. Manchmal sagt das richtige Wort doch mehr als jedes Bild.
Voll lustig!
Dieses Buch hinterließ mir einen ordentlichen Lachmuskelkater.

Gerhard Henschel hat in einer Kolumne in der "taz" wirre Grafiken vorgestellt und kommentiert. Daraufhin bekam er von seinen Lesern weitere wunderbare Beispiele zugeschickt. Die sind nun alle in diesem köstlichen Werk versammelt, das sich allerdings schwer einordnen läßt. Ich stecke es mal in die Sparte Typographie und Zeichnerei, obwohl es auch ausgezeichnete Satire und unfreiwillige Komik hat: Da gibt es Grafiken von unglaublicher Banalität. Gestalterisch komplett mißlungene Werke, die unpassende Assoziationen wecken oder zwanghaften Geometrien folgen und so die Lachmuskeln reizen. Unsinnige Abkürzungen und Beschriftungen, wirre Pfeile in unterschiedlichen Stärken, verformte Schriften und vielfältige Einrahmungen zeigen, wie man es bloß nicht machen soll. Mancher Autor ersinnt zu einem einfachen Vorgang komplizierte und umständliche Darstellungen, vor deren Verflechtungen und Pfeilbündeln auch der Gutwillligste um Verständnis Ringende kapitulieren muß. Da gibt es krakelige handgemalte Kleinkunstwerke ohne jeden erkennbaren Sinn. Anderen sieht man die schiere Freude des Autors am Umgang mit dem Computer bei gleichzeitiger Unkenntnis simpelster gestalterischer Grundkenntnisse an. Manche Grafiken bezwecken offensichtlich, daß der Leser vor ihrer Kompelxität in Ehrfurcht erstarren soll.

Man bekommt bei der Lektüre ein gesundes Mißtrauen gegenüber all den Schaubildern, die uns in Lehre, Wissenschaft und Business so präsentiert werden und man lernt etwas ganz Elementares: Vermeiden! Vermeiden! Vermeiden!

Lassen Sie die absurden Bildnisse nach einer anstrengenden Schulung auf sich einwirken und lachen sie mit den bissigen Kommentaren von Gerhard Henschel. Vielleicht stoßen sie danach selbst auf schöne Exemplare, die Sie Herrn Henschel für einen weiteren Band zuschicken können.

Das Buch läßt sich auch prima in die Handbibliothek im Büro einschmuggeln, wo es mit seinem seriösen Einband neben den Gesetzestexten und dem "Dilbert" gar nicht auffällt.
Und es ist ein prima Geschenk für Manager.

Books:

  1. Das Beta-Kind. Der Mißbrauch des Fernsehens und die kindliche Entwicklung
  2. Das Internet und die Schule. Bisherige Erfahrungen und Perspektiven für die Zukunft
  3. Industriereportagen. Als Arbeiter in deutschen Großbetrieben.
  4. Wer einmal fälscht... Die Geschichte eines Fernsehjournalisten.
  5. Das WDR-Dschungelbuch
  6. Telemagie. Ein Telefonbuch der besonderen Art
  7. Max Frisch und die Neue Zürcher Zeitung
  8. Zwischen Rauschen und Offenbarung. Zur Kultur- und Mediengeschichte der Stimme
  9. Die Gutenberg- Elegien. Lesen im elektronischen Zeitalter
  10. Mediensprache

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