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Nach Jahren empirischer Untersuchungen zum Thema „Lernen am Computer“ und „Lernen mit Medien“ gilt es als erwiesen, dass die Frage nach der Überlegenheit eines Lernmediums zwar gestellt werden darf, jedoch nicht sinnvoll sei: Genau so, wie ein Lernen im vom Lehrer vermittelten Unterricht bei miserabler Vorbereitung und mieser Gestaltung völlig ineffektiv, bei guter Vorbereitung und brillanter Unterrichtsgestaltung jedoch äußerst nachhaltig ist, ist es nicht in erster Linie eine Frage des Mediums, ob zufriedenstellender Lernerfolg erzielt wird. Der Autor kennt Untersuchungen, die zum Ausdruck bringen, dass es grundsätzlich möglich sei, mit neue Medien ebenso effektiv zu lernen wie mit den bekannten. Thema des Autors ist, was bei der Konzeption, Gestaltung, Realisierung und dem Einsatz neuer Lernmedien zu beachten sei. H. Niegemann bedient sich auch des Wortes „Design“, das für Konzeption und Gestaltung verwendet wird. Nach meinem Kenntnisstand zeigt der Autor alle wesentlichen Entscheidungen auf, die in der Planung und Realisierung von Lernsystemen zu treffen sind. Zum Beispiel Bedarfs-, Adressaten- und Kostenanalysen sowie Maßnahmen der Qualitätssicherung wie Techniken der Wissensstrukturierung und der effektiven Anordnung des Stoffes. Multimediale Lernsysteme finden in diesem Buch ihre respektable Beachtung und eine neue Chancenzuordnung.
Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
Basismedien und Multimedia
Vorgehensweisen bei der Medienentwicklung
Die „Meta“-Theorien
Praktische Theorien und Modelle
Das Instruktionsdesign
Cognitive Apprenticeship – wie die alten Handwerksmeister
Learning-by-Doing in „Goal-Based-Szenarios“
Konzeption
Strategische Entscheidungen
Segmentierung und Sequentierung
Selbstkontrolliertes Lernen und Hypermedia
Entwicklung multimedialer Lernumgebungen
Pflichtenheft
Ablaufdiagramm
Produktion im engeren Sinne
Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle
Integration neuer Medien und offene Fragen
Für die erew BIBLIO-KOM Dr. Karl-J. Kluge
Thoeorie und Praxis perfekt verbunden
Helmut Niegemann versteht es auch dem Nicht-Psychologen einen Einblick in die Instruktionstheorien zu geben und das alles immer mit praxisrelevanten Informationen zu verknüpfen. Daher haben sowohl Theoretiker einen Eindruck, wie man wirklich Lernsoftware erstellt und Praktiker bekommen notwendigen Theoriehintergrund um ihre Produkte nicht nur aus technischer Sicht optimal zu gestalten.
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