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Zur Einführung bestens geeingnet
In Aufbau und Gestaltung (etwa Piktogrammen) eignet sich das Fachbuch bestens zum Selbststudium. Insgesamt ist es eher zur Einführung geeignet, da nur Grundlagen vermittelt werden. Kapitel 1 widmet sich der Psychologie des Gesprächspartners. Denn: Jeder Interviewer tut schließlich gut daran, sich in sein Gegenüber einzufühlen. An dieser Stelle begegnen dem Leser Evergreens der humanistischen Psychologie, etwa die Maslowsche Bedürfnishierarchie, aber auch die inzwischen als überholt betrachtete Einteilung nach den vier Temperamenten Choleriker, Sanguiniker, Melancholiker und Phlegmatiker, wieder. Wir ahnen es: Dem gestressten Journalisten auf der Suche nach passenden Informanten und Informationen hilft dies nur bedingt weiter. Näher am Alltagsgeschäft ist da schon die Kategorisierung der Gesprächspartner in Schweiger, Besserwisser, Vielredner etc., auf deren Verhalten sich der Interviewer einstellen muss und für das der Autor einige Tipps parat hält. Auch im Kapitel über Kommunikation finden sich altvertraute Konzepte wie das Vier-Ohren-Modell oder die Transaktionsanalyse wieder. Hilfreich an dieser Stelle ist ein Hinweis auf die Körpersprache, um gegebenenfalls auf Lügengeschichten nicht hereinzufallen. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit den Vor- und Nachteilen der einzelnen Fragetechniken. Besonders viele Praxistipps finden sich in den letzen drei Kapiteln, die sich mit der Planung, Durchführung und Nachbereitung verschiedener Interviewformen, typischen Interviewfehlern sowie ethischen und rechtlichen Fragen befassen. Wer bereits einige Erfahrung hat, wird in dem Band wenig Neues und Anregendes finden. Dafür erhalten Einsteiger in den Journalismus eine gute Übersicht, was beim Rechercheinterview zu beachten ist. Sie können die einzelnen Aspekte mit weiterführender Literatur vertiefen, die sie im Anschluss an jedes Kapitel aufgelistet finden.
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