Die glückliche Gesellschaft. Kurswechsel für Politik und Wirtschaft

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Die glückliche Gesellschaft. Kurswechsel für Politik und Wirtschaft


Authors: Richard Layard
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: März 2005
Publisher: Campus Verlag
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Customer Review:
Macht Spaß zu lesen
Was an diesem Buch Spaß macht ist die Symbiose aus dem, was man schon immer wußte und dem, was nun auch die Wissenschaft beweisen kann.

Es lässt einen schon dadurch etwas glücklicher werden, weil man merkt, seine Wünsche sind gar nicht so utopisch, sondern bei vielen vorhanden.

Wer heute in unserem System nicht komplett flexibel, mobil, engagiert und auf Karriere forciert ist, fühlt sich schon fast etwas schuldig.
Dieses Buch zeigt, warum es aber nicht falsch ist, an soziale Werte zu glauben und warum das uns glücklicher macht, als materielle.

Etwas, was wir schon alle wußten, was auch die Religionen prädigten - und trotzdem nicht in unserem Alltag als oberste Maxime integriert ist, wird uns hier vor Augen geführt. Natürlich kann man kritisieren, dass nicht alles neu ist, aber es ist gut geschrieben, bringt Wissenschaft und Empfindung zusammen und ist eine pure Bestätigung für alle, die etwas glücklicher Leben wollen.
etwas holprig aber lesenswert
Wenn jeder dieses Buch verinnerlichen würde, hätten wir das erhoffte:eine glückliche Gesellschaft. Das Buch hat viel Nützliches, lässt sich flüssig lesen und ist durchaus bereichernd. Es hat viele interessante Aspekte und gibt diverse Anstöße. Doch alles in allem liefert es nicht wirklich viel Neues, was nicht andere Philosophen oder Gesellschaftswissenschaftler schon bemerkt hatten. Layard schmückt das Ganze noch mit einigen einfachen Statistiken und Befragungen, die zwischen Philosophie und Buddhistischen Weisheiten manchmal zu steif wirken. Trotzdem ist es lesenswert. Doch leider sind gerade diejenigen, die es am nötigsten hätten aus solchen Büchern zu lernen, jene Menschen, die solche Bücher nicht anfassen. Deswegen ist der Weg zur glücklichen Gesellschaft so unendlich lang und wohl ein ewiger Wunschtraum.
Dieses Buch: ein Glücksfall!
Dieses Buch handelt nicht nur vom Glück - es ist auch ein Glücksfall für den Leser! Der Autor, Lord Richard Layard, seziert mit messerscharfem Verstand eine Fehlentwicklung unserer Gesellschaft. Mit Zahlen belegt er, dass sich der Wohlstand der westlichen Industrienationen in den letzten Jahrzehnen vervielfacht hat. Dennoch stagniert das Wichtigste: Die Menschen sind nicht glücklicher geworden, wie Umfragen, Selbstmordquoten und andere Indikatoren belegen.

Wie kommt es, dass mehr Wohlstand nicht zu mehr Glück führt? Wir sehen nicht die absolute Verbesserung für uns, wenn der Lebensstandard wächst, sondern wir schielen auf die Nachbarn und die Kollegen. Nur wenn wir sie überflügeln, geht es uns besser. Wenn sie auf einer Ebene mit uns bleiben, verändern sich unsere Gefühle nicht zum Positiven. Zahlreiche Studien belegen das.

Mit anderen Worten: Die herkömmliche Politik, die ihren Erfolg nur am Bruttosozialprodukt misst, führt in die Irre. Sie führt in eine rücksichtslosen Ellbogengesellschaft, wo jeder Glückliche einen weniger Glücklichen produziert. Layard legt überzeugend dar, dass dieser Sozialdarwinismus ein Irrweg ist.

Statt dessen fordert er: Das Handeln der Politik und das Handeln jedes Einzelnen dürfen nur an einem Maßstab gemessen werden: Mehren sie das Glück der Gesellschaft - oder mindern sie es? Im Zweifelsfall macht ein zusätzlicher Euro den Armen glücklicher als den Reichen. Darum lehnt Layard, selbst Ökonom, eine reine Herrschaft der Markgesetze von Angebot und Nachfrage ab. Außerdem weist er darauf hin: Wer anderen Glück schenkt, bekommt davon auch immer etwas zurück.

Das Buch ist in einer glasklaren, erfrischend lebendigen Sprache geschrieben, wie sie nur wenige Wissenschaftler beherrschen. Der Autor strotzt vor Fachkompetenz, er bietet dem Leser ein Füllhorn interessanter Fakten an, argumentiert schlüssig und geistreich, macht sein Buch zu einem wahren Lesevergnügen.

Dieses Vergnügen wird nur durch ein kleines Hindernis getrübt: Die Zahl der Fußnoten liegt bei etwa 500. Ärgerlicherweise sind in diesen Fußnoten oft interessante Fakten enthalten (fast will ich sagen: versteckt), so dass der Leser gezwungen ist, immer wieder die Lektüre durch Blättern zu unterbrechen. Hier hätte ich mir vom Lektorat gewünscht, alles Wesentliche in den Fließtext zu ziehen und die Fußnoten auf reine Quellenverweise zu beschränken.

Doch das Werk ist so gelungen, dass dieser Kritikpunkt die Gesamtnote von fünf Sternen für diesen Glücksfall von einem Buch nicht verändern kann.

Books:

  1. Die deformierte Gesellschaft. Wie die Deutschen ihre Wirklichkeit verdrängen.
  2. Verhängnisvolle Affären
  3. Tristesse Royale. Das popkulturelle Quintett.
  4. Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral. Deutschland vor dem neuen Jahrhundert.
  5. Der dressierte Bürger. 2 CDs . Warum wir weniger Staat und mehr Selbstvertrauen brauchen
  6. Die belogene Generation. Politisch manipuliert statt zukunftsfähig informiert
  7. Fair zur Gesellschaft. Macht und Eigentum verpflichten
  8. Die Bienen sind verrückt geworden. Reden und Aufsätze über unsere wahnsinnige Welt.
  9. Staat oder Markt. Die Schlüsselfrage unserer Zeit.
  10. Die demographische Zeitenwende. Der Bevölkerungsrückgang in Deutschland und Europa.

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