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Ein Buch, dem man vertraut
Der große Atlas der Urgeschichte verspricht seinen Inhalt in „Bildern, Daten, Fakten". Er hält sein Versprechen. Die Illustrationen, Fotos und Karten kommen sogar als Bilderflut daher und die ist nicht konzeptlos zusammengesucht, sondern präsentiert sich in konsequent ansprechender Qualität. Ansprechend ist auch die gesamte Aufmachung des Buches. Es gliedert sich in drei Teile: „Die Erde im Wandel" zeigt auf 18 Doppelseiten, wie sich die Kontinente im Laufe der letzten 620 Mio. Jahre verschoben haben. Im Zentrum stehen dabei jeweils zwei Karten der Erdhalbkugeln. Begleitet werden sie von kurzen - und verständlichen - Texten, in denen den Lesern die Angst vor den Erdzeitaltern genommen wird, die ja mit Namen wie Proterozoikum oder Ordovizium daherkommen. Eine Ausführlichkeit, wie sie zuvor nicht zu sehen war.
Im mehr als einhundert Seiten starken Hauptteil des Atlas geht es um das „Leben in der Vorzeit". Hier wird, ebenfalls mit dem Prinzip der Doppelseiten, nicht nur jedes Erdzeitalter abgehandelt. Eingestreut sind auch Kapitel wie „Kohle und Reptilien", „Ein neues Weltbild entsteht" und „Die Bestie von Maastricht". Dabei geht es dem Autor nicht darum, nur mit den immer ansprechenden Dinosauriern auf Leserfang zu gehen. Mit kleinen Geschichten und vielen Beispielen verfolgt er einen Ansatz, mit dem er auch Laien ohne Vorbildung erreichen möchte. Und das gelingt.
Zur Wissensvertiefung dient der abschließende Teil „Die Erde im Überblick" - abgegrenzt durch eine andere Papierqualität und die schwarz-weiße Aufmachung. Auf über 50 Seiten tauchen hier Namen wie Cuvier und Darwin auf, in einer Tabelle wird die geologische Zeitskala dargelegt, man erfährt einiges über Gesteine und geologische Prozesse.
Der große Atlas der Urgeschichte: ein Bilderbuch im besten Sinne. Ein Buch, dem man nicht nur durch seine reichhaltige Ausstattung vertraut. Sein Autor Douglas Palmer weiß, wovon - und wie - er schreibt, denn der Klappentext verrät, dass er renommierter Wissenschaftsautor ist, in Cambridge Geo- und Umweltwissenschaften unterrichtet sowie davor an der Universität von Dublin lehrte und Leiter der Eiszeitabteilung des walisischen Nationalmuseums war.
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