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"Pahoehoe-Laven sind fotogen"
Dass ein anerkanntes Fachbuch der Geowissenschaften zuweilen auch mal einen etwas verschmitzten Humor aufweisen darf, das demonstriert Hans-Ulrich Schmincke gewissermaßen zwischen den Zeilen: Aussagen wie "Pahoehoe-Laven sind fotogen" oder "Junge Vulkane haben gegenüber vielen anderen Bergen einen Vorteil: Sie bilden oft liebliche oder majestätische Kegel" mögen nicht jedem Leser gefallen; bei mir rufen sie allerdings das gewisse Schmunzeln hervor, welches das Weiterlesen zu einem erfrischenden Vergnügen macht. Dazu tragen auch die kleinen Zitate der "Klassiker" bei, hier ein bisschen Humboldt, dort ein wenig Jules Verne. Man hat den Eindruck, dem Mann macht die Vulkanologie tatsächlich Spaß; und der Leser freut sich mit ihm! - Von solchen stilistischen Kristallisationen abgesehen, strukturiert der Autor Schmincke, laut Klappentext gegenwärtig Chef der Vulkanologen am Kieler Geomar-Forschungszentrum, den aktuellen Forschungsstand eingängig und verständlich. Okay, zugegeben, hie und da wird man kreuz und quer durch die Kapitel verwiesen, dafür sind dann die Kapitel-Nummern aber umso überschaubarer markiert! Es bleibt festzuhalten: Das Buch eines führenden Vulkanologen im deutschsprachigen Raum ermöglicht ein einwandfreies Studium über alles, "was rummst", und es nimmt einen - auch mit vielen ansprechenden Fotos und anschaulichen Illustrationen - auf viele abenteuerliche Reisen zu den unterschiedlichsten Vulkanen der Welt mit: In die Eifel nach Deutschland, zum Yellowstone-Plume nach USA, nach Japan, Hawaii, zu den kanarischen Inseln, und last not least natürlich in die ozeanischen Tiefen zu den Seamounts und den mittelozeansichen Rücken... Und mit der Fülle dieser Beispiele erzählt das fachlich unverzichtbare Buch von der großartigen Faszination der Vulkane. - Weniger faszinierend allein: Der Preis.
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