Orte der Kraft. Die Stätten höchster kosmoterrestrischer Energie

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Authors: Blanche Merz
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: Februar 1999
Publisher: At-Verlag
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Kategorien - Naturwissenschaften & Technik - Geologie
Kategorien - Reise & Abenteuer

Customer Review:
Mit Phantasie und Naivität an der Grenze zur Lächerlichkeit
Warum wurden die großen Pyramiden ausgerechnet auf dem Plateau von Giseh errichtet? Ist die genaue Lage des Doms von Aachen von besonderer Bedeutung? Aus welchem Grunde sind alle mittelalterlichen Kirchen präzise in Ost- Westrichtung gebaut worden? Sicher eine der wichtigen archäologischen Fragestellungen und oft, zumal wenn es sich um prähistorische Monumente handelt, kaum eindeutig zu beantworten.
Mit wenig wissenschaftlichen Mitteln, aber mit einer Fülle okkult-magischer Vorstellungen ausgerüstet, nehmen sich manche „Geomanten“ diesem Thema an. Die Geomantie, die Lehre vom geheimen Wissen und den Botschaften der Erde, geht davon aus, dass bestimmte Orte eine besondere Qualität haben, also die Eigenschaft, sowohl positiv als auch negativ unsere Existenz zu beeinflussen. Diese Fähigkeit sei zunächst ausschließlich von den natürlichen Gegebenheiten ausgehend, unsere Ahnen wären aber intuitiv in der Lage gewesen, diese zu erkennen und dort durch Errichtung religiöser Bauwerke, die positiven Wirkungen zu verstärken und für sich zu nutzen.
Blanche Merz hat eine Anzahl dieser bedeutenden Orte besucht und mit den Ihr eigenen Instrumenten versucht, den „Genius Loci“ aufzuspüren. Wichtigstes Messgerät ihrer Untersuchungen ist das sogenannte Biometer, oder auch Bovimeter genannt, nach dem französischen Physiker Alfred Bovis (1871-1947). Es handelt sich dabei um ein Pendel mit daran angebrachter Skala. Der Vorteil ist offensichtlich. Man kann aufgrund der Arbeit mit dem Biometer Sätze schreiben wie: „Der tibetische Stein, der die sakrale Inschrift „Om mane Padme hum“ trägt und tagsüber die bekannten Vibrationen von 3000 bis 4000 aufweist vibrierte in der Morgendämmerung mit 13000 Einheiten!“(S.90) Das hört sich doch allemal besser an als: „Als ich am nächsten Morgen über den selben Stein das Pendel hielt, schlug es stärker aus, als an Tag davor.“
Auch die Wünschelrute ist festes Bestandteil ihres Instrumentariums. So findet sie an allen Orten verblüffende Belege, wie genau die Alten ihre Bauwerke in das globale System der Kraftlinien, Verwerfungen und Wasseradern eingliederten. Die Tibetaner haben - ihren Untersuchungen nach - sogar so geschickt, ihre einfachen Häuser gebaut, dass die Wände exakt auf den Rasterlinen des Hartmannschen Netzgitters stehen und somit in den dazwischen liegenden Räumen keine Gefahr für die Bewohner droht.
In diesem Zusammenhang sei ein Beispiel erwähnt, mit welcher Finesse die Autorin sich Belege selbst schafft, für Behauptungen welche sie doch gerade beweisen will. So entdeckt sie auf den Mauern von Chartres, wie auch anderer sakraler europäischer Bauwerke, die allegorischen Darstellungen von Schlagen. Ohne die naheliegende Interpretation als Symbol der biblischen Schöpfungsgeschichte auch nur in Erwägung zu ziehen, deutet sie dieses Tier in ihrem eigenen esoterischen Kontext als Zeichen für das Element Wasser. Das verleitet sie auch noch zu der für sie logischen Überzeugung, man wolle hier auf versteckte Wasseradern hinweisen. Damit ist nicht Schluss, denn jetzt ist sie in der Lage jedes Mal wenn sie auf exotischen Tempeln im Asien, Indien oder Amerika eine Schlange sieht, zu erkennen: Diese Völker wussten über die gefährlichen Erdstahlen bescheid.
Mit keinem Wort gehr die Autorin auf archäologische und kunsthistorische Quellen ein. Das ist doch zumindest verwunderlich, da über die besuchten Orte ein Fülle von Erkenntnissen vorliegen. Offensichtlich ist sie nicht bereit, ihre Sicht der Dinge durch wissenschaftliche Befunde beeinflussen zu lassen. Bei der Qualität dieses Buches ist auch zu erwarten, dass weder ein Literaturverzeichnis noch ein Register vorhanden ist.
Die Liste der weltweit erkundeten Orte ist lang und vielfältig. So gibt es Kapitel über Ägypten, Indien, China, Tibet und Mexiko. Besonders Wallfahrtorte und berühmte Kathedralen haben es Ihr angetan. Erstaunlich ist bei der Naivität Ihrer Arbeit doch, das ein gleichartiges Buch, speziell über Bauwerke in der Schweiz, in ihrem Heimatland zum Bestseller wurde. Aufgrund des Lesens der langatmigen Analysen von morgendlichen und abendlichen Bovis-Messungen und angeblich erstaunlichen Feststellungen von sich unter bestimmten Altären kreuzender Kraftlinien ist das doch sehr verwunderlich.
Es bleicht jedoch die einfache Frage gestattet: Ist es nicht möglich, dass die besondere Situation eines historischen Ortes uns stark beeindruckt und manchmal auch emotional aufwühlt, ohne dass dieses mit magisch- okkulten Vorstellungen erklärt werden muss?

Books:

  1. Historische Geologie
  2. Lehrbuch der Bodenkunde
  3. Die Kraft des Übergangs. Die energetische Wirkung von Tür und Schwelle
  4. Physische Geographie Deutschlands
  5. Kometen und Asteroiden
  6. Wandel des Weltbildes. Astronomie, Physik und Meßtechnik in der Kulturgeschichte
  7. Das Geheimnis der Feenhaube. Die großen Steine von Eggenburg - Österreichs Stonehenge
  8. Sonneberger Jahrbuch für Sternfreunde, 1998
  9. Eine bessere Geschichte unserer Welt 2. Das Leben
  10. Die Entwicklung des Meridiankreises 1700-1850

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