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Ein Roman, der Wissenschaftsgeschichte spannend macht
Der Roman spielt im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Der Erzähler, der berühmte, authentische französische Astronom und Mathematiker Jerome Lalande, erzählt die Geschichte seines Lebens und einiger seiner - ebenfalls authentischen - Wissenschaftlerkollegen. Dreh- und Angelpunkte der vielschichtigen Story sind die Vorbereitungen zur und die Durchführung der wissenschaftlichen Beobachtung der beiden Venustransite, die in den Jahren 1761 und 1769 stattfanden. Um diese für die Astronomie bedeutenden Ereignisse rankt der Autor Jean-Pierre Luminet eine spannende und wunderbar zu lesende Geschichte über Erfolg, Misserfolg, Eitelkeiten und Niederlagen. Weitab von jeder Mantel- und Degenromantik eröffnet der Roman eine Vorstellung von den Schwierigkeiten, mit denen die Wissenschaft im 18. Jahrhundert zu kämpfen hatte, dem Mangel an Präzisionsgeräten und der Beschwerlichkeit des Reisens zu jener Zeit. Gleichzeitig erkennt der Leser auch, dass damals - in der so genannten Aufklärung- die Grundlagen der modernen Wissenschaften gelegt wurden. Die rund 370 Seiten sind angenehm und unterhaltsam zu lesen und praktisch fehlerfrei geschrieben. Auch die Übersetzung aus dem Französischen ist geglückt. Fazit: eine empfehlenswerte (Urlaubs)-Lektüre.
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