Customer Review:
gewohnt
"Der Kosmische Code" war nach "der 12. Planet" mein zweites Buch von Sitchin, und ich muss sagen ich bin etwas enttäuscht, denn viel Neues liest man hier nicht, auf "den Kosmischen Code" wird meiner Ansicht nach nur am Rande eingegangen, der Rest des Buches ist (tadellose) Historie.
Ganz nett, hab es aber nicht als unverzichtbares Meisterwerk in Erinnerung behalten...
Von einem Skeptiker
Zwar bin ich kein Experte für dieses Themengebiet, sondern "nur" ein Skeptiker bei jeder Form von Verschwörungstheorien (und letztendlich fällt auf dieses Buch in diese Kategorie, weil ja die "Mainstream"-Archäologen etwas verheimlichen). Daher habe ich auch meine Meinung zweigeteilt.
Den inhaltlichen Teil finde ich recht gut recherchiert. Man kann aus diesem Buch sehr viel interessantes über die alten Kulturen im Nahen Osten und auch einiges Naturwissenschaftliches lernen. Dies ist auch sehr interessant geschrieben. Gegenüber "traditionellen" Lehrbüchern ist es ebenfalls sehr sachlich gehalten. Dadurch hebt es sich positiv gegenüber anderen "Verschwörungs"-büchern ab. Wenn man die Teile mit den ausserirdischen Göttern weglässt, könnte sich Sitchin sogar mit anderen Wissenschaftlern messen.
Der Verschwörungsteil ist dann aber wieder ganz von den Verschwörer-Argumentationsketten geprägt. So berichtet er von der "Geburt" der Menschen durch die Göttin. Im nächsten Satz kommt ein Fund eines Medaillons mit der Darstellung einer Frau und Kind. Und weil beides Fakt ist, muss es da einen Zusammenhang geben. Nur der Mittelteil fehlt: die Antwort auf das Wieso des Zusammenhangs.
Auch ignoriert er alle anderen Erklärungsansätze. Z.B. Stonehenge - es gibt einen solchen auch im Nahen Osten und beide sind perfekt ausgerichtet, also können es nur Ausserirdische gewesen sein, die den Menschen in beiden Gebieten das Wissen gegeben haben. Kürzlich wurde festgestellt, dass der Architekt aus den Alpen stammen könnte. Ungefähr gleiche Entfernung zu GB und Israel. Oder wie wäre es mit Vorläufermodellen aus Holz, wodurch die Ausrichtung perfektioniert wurde und die aber nicht erhalten geblieben sind. Auch bei den Pyramiden gab es trapezförmige Vorläufer und beim Hebräischen wurden auch Ähnlichkeiten zu älteren Schriftzeichen gefunden. Somit spräche vieles dafür, dass dieses Wissen eben nicht aus dem Nichts gekommen ist (was für einen UFO-Besuch sprechen würde), sondern tatsächlich eine längere Entwicklung hinter sich hat (was für einen mühsamen Selbstlernprozess der Menschen spricht).
Wie man auch immer man meine Kritik sehen mag, empfehlen würde ich es trotzdem. Entweder als Skeptiker, der die Argumente der "Gegenseite" hören möchte, oder weil man die Argumente für wahr hält und man meine skeptischen Kritikpunkte widerlegen möchte.
leider....
nun überlege ich schon zwei wochen lang, was ich von diesem buch halten soll.... die letzten seiten bin ich nur mehr überflogen... also eher nichts gutes? nein, eher nicht! die guten rezesionen sprachen doch eigentlich für sich....? mag sein, dass sitchin ein guter kenner der keilschrift ist - er erzählt dennoch nur eine geschichte, die sehr von seiner "religiösen" abstammung geprägt ist... unter dem felsendom in jerusalem ist ein altes raumfahrt-kontrollzentrum und die bösen islamis hocken auch noch drauf.... schlimm....? schlimm war für mich auch der teil des buches, der die bibel in zahlencodes zerlegt - kommt mir leider ein wenig wie in "23" und "666" weltverschwörungsvoren vor.... sorry, nicht meines! ich lese nun schon seit rund 20 jahren immer wieder bücher zum thema paläeo-seti und bin vielem aufgeschlossen, doch sitchin übertreibts! weiters glaube ich auch fest an einen "besuch" vor langer zeit und es gibt sicher auch noch viel zu entdecken, aber.... schön, wenn die ersten anunnaki heissen und eines ihrer jahre 3600 unseren entspricht - ich kann mir nicht vorstellen, diese buch nochmal zu lesen, um seine tragweite zu erkennen - es hat für mich leider gar keine!
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