Customer Review:
Einfach genial!
Klar Inflation!!! Die größte Erkenntnis des Buches: Unser Universum ist nicht das Resultat eines expliziten Schöpfungsaktes sondern nur ein ganz kleiner unbedeutender Teil eines viel viel größeren Grundzuges - das ewig expandierende falsche Vakuum!
Echt Klasse Buch, auch die Verweise am Ende lohnen sich zu lesen. Zum Beispiel wird die Hohlraumstrahlung ganz hervorragend erklärt.
Fazit: Kaufen
Bedingt lesenswert
Der Klappentext wirbt folgendermaßen für Guths Buch: "Noch seltener gelingt es dem Urheber einer solchen Revolution, eine derart verständliche und einprägsame Darstellung von einer der aufregendsten Epochen in der modernen Kosmologie zu geben."
Genau dies ist hier NICHT der Fall! Guths Darstellung ist weder übermäßig verständlich noch einprägsam. Zwar sind die eher in die Materie einführenden Kapitel eins bis acht (von siebzehn!) vom physikalisch vorgebildeten interessierten Laien noch recht gut zu bewältigen und mit Gewinn zu lesen, spätestens ab Kapitel neun (dem wichtigsten Teil des Werkes!) jedoch verliert sich der Autor in detaillierten Beschreibungen sehr spezieller physikalischer Fragestellungen und Überlegungen, die ohne tiefergehende Spezialkenntnisse genau dieser Physik nicht nachzuvollziehen sind.
Der Autor schafft damit genau das entscheidende Kunststück eines populärwissenschaftlichen Werkes nicht: eine nachvollziehbare und verständliche Darstellung der Ergebnisse komplexer physikalischer Zusammenhänge zu geben.
Darüber hinaus ist mein persönlicher Eindruck der, daß sich der Autor nicht wirklich auf der Höhe der gegenwärtigen physikalischen Forschung befindet. Die Literaturzitate beziehen sich hauptsächlich auf Aufsätze aus den 70er und 80er Jahren des 20. Jhds, Zitate von Arbeiten aus den 90er sind schon eher rar. Ich persönlich würde die Lektüre von z.B. Brian Greene "Das elegante Universum" Guths Werk vorziehen.
Lesenswertes Buch für interessierte Hobbyphysiker
Alan Guth beschreibt auf sehr anschauliche Weise seinen Werdegang, der stark von anderen Leuten geprägt, wenn nicht gar eingeleitet wurde. Wie bei vielen Ereignissen im Leben bedurfte es auch bei Alan der Aufforderung seines Professors, sich um ein unerforschtes Gebiet zu kümmern, was letztlich in der revolutionären Theorie des inflationären Universums gipfelte.
Das Buch ist für einen physikalisch uninteressierten Leser schwerlich geeignet, da es trotz seiner populärwissenschaftlichen Ausrichtung ein großes Verständnis für viele grundlegende Zusammenhänge der Einsteinschen allgemeinen Relativitätstheorie und der Quantenphysik voraussetzt.
Weiterhin unterteilt sich die Erzählung in zwei grundlegende Kapitel. Die erste ist die Historie, bevor Alan mit der Entwicklung der neuen Theorie begann. Dieser Teil wirkt ab und an langatmig, da der Autor teilweise mehr Zeit damit verbringt, alle erdenklichen Personen zu nennen, die im Zusammenhang mit seiner Entdeckung genannt werden müssen, als eine fließende Erzählung über diese Zeit zu geben. Es ändert sich schlagartig mit der Entwicklung der Theorie des inflationären Universums. Genauso, wie Alan Guth in seinem Leben einen aufregenden Schnitt erlebt haben muß, steigert sich fortan die Qualität seiner Berichte. Hat man die erste Hälfte des Buches gelesen, wird man für viele Phasen der Unverständnis entschädigt. Die Darstellung der neu entwickelten Theorie verläuft von da an unproblematisch und ich hätte fünf Sterne vergeben, wenn der lange Prolog bis dahin ebenso fließend gewesen wäre.
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