Das schöpferische Universum. Die Theorie des morphogenetischen Feldes. (Sachbuch).

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Authors: Rupert Sheldrake
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: 1993
Publisher: Ullstein Tb
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Customer Review:
Mystik und Wissenschaft
Die moderne Naturwissenschaft kann längst nicht alle Fragen beantworten. Ähnlich wie Ken Wilber oder Capra entwirft Sheldrake ein holistisches Verständnis unseres Kosmos. Es werden Konvergenzen östlicher Mystik und westlicher Wissenschaft offenbar. Sheldrake zeigt das es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt als unsere Schulweisheit erklärt. In der Natur und im Universum scheinen die Dinge zusammenzuhängen, nichts existiert unabhängig von der Gesamtheit. Ähnlich wie das "Tao der Physik" , "Das bewusste Universum" oder "Gottes geheime Gedanken" ein Muss für jeden freidenkenden naturwissenschaftlichen Geist.
Schnittstelle Physik-Biologie
Sheldrake schafft es, die wissenschaftliche Welt in Aufruhr zu bringen.

Er versucht eine Schnittstelle zwischen Physik und Biologie auf höchster Ebene zu etablieren.

Leider liegen derzeit kaum bzw. keine Möglichkeiten des experimentellen Nachweises seiner Theorien vor, was Futter für seine Kritiker ist.

Trotz seines Alters, ist das Buch immer noch ein Knüller. Es öffnet eine perspektive, die sich dem Nicht-Naturwissenschaftler wohl nur selten eröffnet.

Im Gegensatz zu vielen "Schwarze Löcher, Kosmos, Zeit-Raum"-Büchern, die alle am selben Punkt stehen bleiben, bietet Sheldrake etwas ganz anderes, neues.

Man kann Sheldrake mit Fug und Recht als einen der Ketzer der Gegenwart betrachten.

Dieses Buch ist absolut lesenswert und erweitert erheblich den eigenen Horizont. Es zeigt auf, was sein könnte, ja vielleicht sogar der Wahrheit/Realität entspricht.

Immerhin: Sheldrakes Kritiker konnten ihn auch nicht widerlegen.
Vorsicht: Lebensverändernd
Der Typus des Privatiers ist heute fast ausgestorben. Früher einmal gab es - vor allem in England - finanziell unabhängige originelle Köpfe, die sich mit Feuereifer den großen Fragen der Menschheit widmeten, etwas häufiger, und sie haben die Geschichte der Menschheit immer wieder von außen, als Beobachter und Stichwortgeber, beinflussen können.

Rupert Sheldrake gehört zu dieser fast ausgestorbenen Schicht. Seine Bücher behandeln alle die alte Frage "Woher kommen wir, wohin gehen wir?" und zeigen auf, wie wenig Handfestes uns Physik, Mathematik oder Astronomie entgegen anderer Behauptungen wirklich bieten. Es gibt zu viele Lücken in diesen allgemein akzeptierten Thesen, und das trifft auch im Bereich der Biologie auf das Thema der Vererbung zu.

Die Haupterkenntnis (oder Vermutung) Sheldrakes ist nun jene, dass nicht nur der genetische Code Vererbung festlegt, sondern dass man auch Erfahrungen und Erlebnisse, die nicht in die Gene einfließen, bis zu einem gewissen Grad an zukünftige Generationen weitergeben kann. Seitdem ich diese These vernommen habe, merke ich allerorten, dass daran etwas sein könnte. Krankheiten wie z.B. Migräne sind nicht individuell, sondern familiär bedingt, und wenn man das erste Glied der Kette kennt und den damaligen Konflikt löst, hat das auch Vorteile für spätere Generationen. Diese Theorie ist nicht ganz neu (was Sheldrake auch nicht behauptet), schon die Miasmenlehre der Homöopathie behauptet Ähnliches.

Nicht zufällig haben sich "Gruppentherapeut und Familiensteller" Bert Hellinger und Sheldrake auf Übereinstimmungen verständigt. Was der eine "familäre Verstrickungen" nennt, bezeichnet der andere als "morphisches Gedächtnis". Beide sind einem wichtigen Phänomen auf der Spur.

Das "morphische Gedächtnis" hilft manchen Tierarten dabei, Umweltveränderungen global umzusetzen. Das mag so banal sein wie die Tatsache, dass sich Pferde weltweit nicht mehr an Stacheldrahtzäunen verletzen seitdem sie sich in manchen Ländern daran gewöhnt haben.

Das Problematische an Sheldrake ist einerseits, dass er seine Bücher mit bekannten Fakten anhäuft, seinen eigenen Thesen aber unkommentiert und unbewiesen stehen lässt. Die Anregung, das, was er behauptet, doch mal in Laboren nachzuprüfen, ist dann zu wenig, um wirklich zu überzeugen.

Das zweite ist seine Neigung, abzuschweifen und sich zu wiederholen. Das Buch wäre weit eingängiger und überzeugender, wenn seine These stringent entwickelt und Schritt für Schritt mit Beweisen unterlegt würde. Dabei hätte der Leser kein Problem, auch einmal Beobachtungen oder Behauptungen zu akzeptieren. Leider aber fehlt in dem Buch jeder Versuch einer geordneten Argumentation.

Dieses Standardwerk, das er für eine breite Leserschicht aus seinem Buch "Das kreative Universum" entwickelt hat, ist übrigens immer noch etwas anstrengend zu lesen. Trotzdem ist es eine großartige Anregung, vor allem, weil man vom umfassenden Wissen des Autors profitiert und von ihm lernt. Schon deshalb lohnt es sich, das Buch zu lesen.

Books:

  1. Ich schenk dir einen Stern
  2. Die ersten drei Minuten. Der Ursprung des Universums.
  3. Parallele Universen. Die Suche nach anderen Welten.
  4. Das Universum nebenan. Revolutionäre Ideen in der Astrophysik.
  5. Der Kosmos Mondführer. Mondbeobachtung für Einsteiger
  6. Die Entdeckung des Nichts. Leere und Fülle im Universum.
  7. Die fünf Zeitalter des Universums. Eine Physik der Ewigkeit.
  8. Gravitation.
  9. Welcher Stern ist das?
  10. Was ist was?, Bd.6, Die Sterne

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