Der Himmel ist unter uns

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Der Himmel ist unter uns


Authors: Wolfgang Thiele, Herbert Knorr
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: September 2003
Publisher: Henselowsky + Boschmann
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Customer Review:
Spekulation nur für den, der nicht den Argumenten folgt
Das Buch muß mehr als einmal gelesen werden, um es zu verstehen. Beim ersten Mal fehlten mir jegliche astronomischen Grundkenntnisse, um eine Himmelskarte und deren Darstellungsprobleme zu erahnen. Kernpunkt ist nicht das Wiedererkennen von Sternbildern, sondern die Auffindung der Himmelsachsen auf dem Boden.

Der Autor beschreibt ausführlich seine Entdeckerfreude dabei, Stück für Stück, wie es ihm zufiel. Das wird den Sachbuchleser zuerst stören. Er wird sich daran gewöhnen, die Freuden des Entdeckers kennenzulernen und sie mit ihm teilen.

Wer damit lebt, daß Kirchengeschichte nur Heilsgeschichte ist, daß die vorchristliche Zeit in unserem Raum nur dumpfe Germanen kannte, daß die Bedeutung von Ortnamen sich nie klären läßt, der sollte dies Buch mehr als meiden.
Schlimmer Fall von Radologie
Das Buch beschreibt die Suche nach Zusammenhängen, die gefunden werden sollen. Die Argumentation erinnert stark an den unsäglichen Autor Däniken der siebziger Jahre.

Den Fluss Lippe mit dem Horizont in Verbindung zu bringen? Selten so gelacht. Zwei Stierköpfe mit einem vorkeltischen Kult in Verbindung zu bringen? Welche Naivität wird hier eigentlich vom Leser erwartet?

Ich habe mich sehr geärgert, das Buch überhaupt gekauft zu haben. So viel Geld für so diffuse Informationen.

Außerdem ist das Buch unglaublich schlecht geschrieben. Aus jeder Zeile spricht die Arroganz des Nicht-Wissenschaftlers. Alle sind dumm, die das nicht glauben, auch wenn man als Leser die dargestellten 'Sachverhalte' überhaupt nicht nachprüfen kann.

Übrigens: Ich habe in der Städte-Karte die Konstruktionszeichnung eines frühen Diselmotors erkannt. Aber vielleicht kann man ja auch ein Flugzeug darin erkennen. Das ganze erinnert mich an die bekannten Illustriertenrätsel: Verbinde die Nummern und dann kannst Du den gesuchten Begriff erkennen.

Eine Frage hätte ich dann doch. Was für eine Datenhaltung hatten denn die alten Germanen um so ein Projekt administrieren zu können? Da findet man alte Steinäxte und Steinmesser, aber keine Linse, oder geodätische Instrumente die sicherlich notwendig gewesen wären.

Ohh mein Gott
einfach spannend
Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen. Nicht nur, weil ich selbst Westfale bin, also aus der Region komme, wo die größten und ältesten Bodenbilder der Welt gefunden wurden. Der Erzählstil hat mir einfach gefallen. Nicht zu protzig,wie der Untertitel vermuten läßt, sondern im Detail langsam sich an die Sache heranpirschend. So wird Mosaikstein an Mosaikstein aneinandergereiht - und alles paßt. Und vor allem wird so erzählt, dass der Leser selbst in Fachgebieten dem Beweisgang folgen kann. Er muß zwar ab und zu mal eine Passage doppelt lesen. Aber warum auch nicht. Leichte Kost will dieses Buch ja gar nicht sein. Aber das Lesen wird trotzdem leicht gemacht. Ich mag Bücher, wo man sich ab und zu auch mal nachdenken muß. Hauptsache, es ist stimmig. Und das ist es! Was mich besonders überzeugt hat, ist, dass es sich die Autoren nicht leicht machen und einfach nur irgendwelche Behauptungen in den Raum stellen. Alles ist Schritt für Schritt belegt. Und dann die überraschenden Wendungen. Wie gesagt: Einfach spannend und nur zu empfehlen.

Books:

  1. Auxentius und Ambrosius. Ein Beitrag zur frühchristlichen Kunst Mailands zwischen Häresie und Rechtgläubigkeit
  2. Vom Orient bis an den Rhein. Begegnungen mit der Christlichen Archäologie. Peter Poscharsky zum 65. Geburtstag
  3. DIE IKONOGRAPHIE DER HEILIGEN. Eine Entwicklungsgeschichte ihrer Attribute von den Anfängen bis zum achten Jahrhundert
  4. Bayern und die Phantomzeit
  5. Archäologie und Wüstungsforschung im Kraichgau
  6. Als ganz Griechenland noch ein Arkadien war. Griechisches Tagebuch 1936 - 1939
  7. Land der neuen Steine
  8. Von Giza bis Tübingen
  9. Bauforschung und Archäologie. Stadt- und Siedlungsentwicklung im Spiegel der Baustrukturen
  10. Landschaftsentwicklung und Besiedlung in der Donauebene und im Falkensteiner Vorwald - Eine Analyse von Geoarchiven und

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