Customer Review:
eine Entzifferung unter vielen
Mit der Vermutung der Diskos von Phaistos könnte ein Dokument der Atlanter sein und seine These von Atlantis beweisen, versucht Hausmann den Diskos zu entziffern. Angesichts des wissenschaftlichen Konsens, dass der Diskos nicht entzifferbar sei, ein Unternehmen bei dem größte Sorgfalt erwartet werden darf. Er analysiert den bisherigen Forschungsstand und "korrigiert" in diesem Zusammenhang die Aufgrund der Fundumstände getroffene wissenschaftliche Altersbestimmung von 1700-1600 v. Chr. auf ca. 4000 v. Chr - dem von ihm vermuteten Untergangszeitpunkt von Atlantis. Die den meisten Entzifferungshypothesen zugrundeliegende Annahme, bei der Diskosschrift würde es sich um eine Silbenschrift handeln, verwirft der Autor scheinbar folgerichtig aufgrund seiner Altersbestimmung. Ausgiebig diskutiert Hausmann das bronzezeitliche astronomische Wissen und kommt zu dem Schluss, dass es sich bei dem Diskos nicht um einen Kalender handeln kann. Er legt seiner Deutungshypothese die Annahme einer Bilderschrift zugrunde. Deutungen unter dieser Annahme wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach veröffentlicht, allerdings unter Annahme einer rechtsläufigen Leserichtung. Hausmann vermutet hingegen eine linksläufige Leserichtung und bereichert somit die lange Liste der Interpretationen des Diskos von Phaistos um eine neue Variante. Ausschlaggebend für die Punktwertung war, dass das Buch wegen zahlreicher Fehler und einer ungenauen Zitierweise einen unfertigen Eindruck macht. Einer dieser Fehler ist zum Beispiel, dass Hausmann die bei Google gefundenen Entzifferungshypothesen auflistet und dabei als Autor für den Entzifferungsvorschlag von Adam Martin, den Webmaster von dessen Internetseite angibt.
Books: