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Von Sondergängern gefunden
Diese Scheibe ist im Jahre 1999 in Mitteldeutschland von Männern gefunden worden, die sich, wie andere auch, mit einem Metall-Suchgerät um entsprechende Erdschätze bemüht haben.
Sie haben mit einem Hammer die senkrecht im Boden stehende Scheibe herausgehoben, sie dabei leicht beschädigt und dann, wie es heißt, etwas achtlos beiseite gelegt.
Die beiden Schwerter, die sie daneben fanden, hatten es ihnen wohl mehr angetan und jetzt wurde ihnen klar, daß es ein wertvoller Fund war, dem sie auf die Spur gekommen waren.
Dann begann die gefahrvolle und eigentümliche Reise der Funde über Hehler (wie es so üblich ist) bis hin endlich zu einer ordnungsgemäßen Aufbewahrung.
Dr. Harald Meller hat diesen hervorragenden Begleitband zur großen Bronzezeit-Ausstellung 2004 präsentiert, in dem unter anderem auf die kulturellen Verbindungen etwa 1500 Jahre v. Chr. eingegangen wird. Allerdings wird Religiöses nur leicht angestoßen oder beiläufig erwähnt. Hier wäre ein verbindliches Eingehen auf die heutige Zeit angemessen gewesen, bestehen doch in unseren Religionen durchaus auch Gedanken und Rituale von Opfer und Opfergabe.
Vor allem aber die astronomischen Erläuterungen von Wolfhard Schlosser tragen dazu bei, daß man mehr versteht und überhaupt eine Ahnung davon bekommt, was die Raubgräber gefunden haben. Es ist mehr als Maschendraht, den man beiläufig zur Seite legt und somit ist wieder einmal bewiesen, daß es Zufälle gibt, die nicht ohne sind. Die Himmelsscheibe von Nebra, die im Moment wieder im Gespräch ist, da sie eben computertomographisch untersucht wurde und eine Fälschung ausgeschlossen werden muß, ist ein astronomisches Wunderwerk menschlichen Geistes damaliger Zeit.
Dem THEISS-Verlag muß man danken für diese Prunkausgabe über die Bronzezeit in Europa.
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