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Eine reich bebilderte Zwischenbilanz
Bei diesem Bildband handelt es sich weder um einen Reiseführer, noch um ein technisches Handbuch der Archäologie. Vielmehr bietet der Autor eine Bestandsaufnahme zur Sachlage, wie in Deutschland seit dem 19. Jh. das Problem der Konservierung archäologischer Baudenkmäler angegangen wurde. Dabei kommt er auf die zahlreichen Rekonstruktionen frühzeitlicher und antiker (teilweise frühmittelalterlicher) Bauten zu sprechen, die, vormals als Patentlösung zur Vermittlung dessen "was gewesen" gefeiert, zunehmend in die Kritik wissenschaftlicher Betrachungsweisen gerieten. So wird heute der Authentizitätsaspekt vollständiger Wiederaufbauten eher skeptisch gesehen.
Der Autor zeigt verschiedene Ansätze auf, wie in neuerer Zeit versucht wurde, wissenschaftlich- didaktischen Ansprüchen sowie dem Unterhaltungsbedürfnis von "Erlebnistouristen" bei der Errichtung sog. "Archäologischer Parks" gerecht zu werden. Hierbei beweist er seine Sicherheit im Umgang mit der Materie und setzt durchaus zu kritischen Bemerkungen an über Zielsetzung und Durchführung so mancher zweifelhafter Rekonstruktion.
Das Buch ist mit zahlreichen Fotografien - viele davon in Farbe - und Grafiken versehen die es dem Leser ermöglichen, sich selbst einen Eindruck von der Qualität der dargebotenen Rekonstruktionsansätze zu verschaffen. Man gewinnt zudem schnell einen lebhaften Eindruck von der Vielfalt denkmalpflegerischer MaÃnahmen; erfreulicherweise hat der Autor die meisten der beschriebenen Einrichtungen persönlich aufgesucht.
Das Buch ist jedem zu empfehlen, der sich für die Frage interessiert, was nach der eigentlichen archäologischen Arbeit mit dem geschehen soll, was man gefunden hat. Und vielleicht lässt es sich ja doch als Reiseführer missbrauchen, denn Anregungen und Hinweise auf lohnende Museumsbesuche bzw. Baudenkmäler gibt es, vielleicht auch im Zusammenhang deutscher Forschungsgeschichte, genug.
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