Göttinnendämmerung. Das Matriarchat aus archäologischer Sicht.

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Göttinnendämmerung. Das Matriarchat aus archäologischer Sicht.


Authors: Brigitte Röder, Juliane Hummel, Brigitta Kunz
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: 2001
Publisher: Königsfurt
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Kategorien - Politik & Geschichte - Epochen - Überblick

Customer Review:
Matriarchatsverklärerinnen wird endlich der Garaus gemacht
Dieses Buch hatte mir gefehlt, denn schon lange betrachtete ich die Matriarchatsverklärerinnen, die sich in teuren Seminaren an vermeintlichen Kraftplätzen der Vorgeschichte zur Priesterinnen matriarchaler Mysterienfeste weihen lassen mit kritischer Zurückhaltung bis Missbehagen.
Wer glaubt, die "Theorie Matriarchat" sei von Frauen geprägt worden, irrt schon das erste Mal: der Begriff wurde im Wesentlichen von Männern des 19. Jh. aufgebracht. Und Frauen, die in den weiblichen Figurinen der Altsteinzeit das non plus ultra der Göttinnendarstellung sehen, werden in diesem Buch darüber aufgeklärt, dass auch genug eindeutig männliche Figuren gefunden wurden, die von eingfleischten Matriarchinnen nur zu gerne unter den Teppich gekehrt werden. Das Eldorado der selbsternannten Matriarchatsforscherinnen, den "Palst von Knossos" auf Kreta habe ich mir diesen Sommer angeschaut. Wie schon die drei Autorinnen in "Göttinnendämmerung" bemerken: dieses angebliche "Matriarchat" entspringt wohl im Wesentlichen der Phantasie des männlichen Ausgräbers Sir Arthur Evans, der zur Illustrierung "seiner" Kultur, winzige Krümel von einem ebenso phantasiebegabten Jugendstilmaler zu riesigen Wandgemälden "komplettieren" ließ. Über diese und ähnliche Verirrungen im Blick auf die Vorgeschichte klären uns die drei gründlichen Autorinnen auf und eröffnen einmal neue Perspektiven.
eindringliches Beispiel für unseriöse Verunglimpfung
Nach ca. hundert Seiten habe ich dieses Buch entnervt weggelegt. Die Grundlagenforschung von namhaften ForscherInnen wird nicht ansatzweise erfaßt sondern dagegen polemisiert. Mir scheint, als haben die drei Verfasserinnen das Werk von z.B. Dr. Göttner-Abendroth höchstens von weitem angeschaut.

Klarer wird's, wenn man liest, wer dieses Buch unterstützt hat. Ich selbst war einige Jahre an der Basis und an der Spitze in der Frauenpolitik tätig. Und deshalb weiß ich, wie junge, gebildete Frauen dazu benützt werden, unliebsame Themen oder unliebsame Personen zu behindern und zu verhindern.

Schade, durch die Polemisierung ist es einfach zu mühsam herauszufiltern, ob die eine oder andere Kritik zu Recht besteht. Wenn man sich dem Thema "Matriarchatsforschung" nähern will, findet man genügend kritische und dennoch konstruktive Beiträge von anderen Verfassern/Innen. Dieses Buch finde ich nicht besonders geeignet für "kritische Matriarchatsforschung".

Eventueller Pluspunkt: vielleicht folgt auf den restlichen 347 Seiten mehr Substanz.
Eine vergebene Chance
Es ist im Ansatz ein sehr wertvolles und notwendiges Buch, doch es scheitert exakt an dem Punkt, den die drei Autorinnen den von ihnen Kritisierten zum Vorwurf machen: Der Tellerrand der Archäologie wird nicht überwunden, alle anderen Gebiete der Forschung, die ebenso akribisch wie Archäologen verschüttetes Wissen wieder frei legen, bleiben total unreflektiert. Man kann sich nicht auf das Argument zurückziehen, nur die archäologische Komponente darstellen zu wollen. Dafür interpretieren die Autorinnen selber viel zu viel und ist das Thema Matriarchat schlicht zu umfassend. Sehr fraglich ist der mitunter ehrenrührige Ton, wenn es um die Darstellung einzelner Protagonisten der Matriarchatsidee geht- dann zeigt sich als Ironie und Sarkasmus getarnter Sadismus. Dieser speist sich selber aus reiner Spekulation und die Autorinnen schrecken selbst davor nicht zurück, psychologische Ferndiagnosen zu stellen. In diesen Momenten wird das Buch dann peinlich. Alles in allem war ich sauer, denn ich hatte mir von dem Buch endlich sachliche, distanzierte Bestandaufnahme gewünscht. Eigentlich schade und traurig!

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  2. Köstliches aus der alten Berliner Küche. Gerichte mit Geschichte aus Berlin und der Mark Brandenburg
  3. Das Suppenbuch. Vegetarisch, vollwertig, köstlich.
  4. Kochbüchlein Polen
  5. Käse selbstgemacht
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  8. Himmlisches aus der Klosterküche. Interessantes über Kultur und Küche
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