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Philosophie als Ausgrabung
Archäologie weckt zunächst Assoziationen von staubigen Gruben in Ãgypten, in denen nach Zeugnissen vergangener Kulturen gegraben wird. Doch Foucault glaubt, daà man auch im menschlichen Geist Ausgrabungen machen kann, wenn nicht muÃ. Denn alles menschliche Handeln ist durch Denkmuster - oder im Begriff Foucaults: diskursive Praktiken - geprägt. Und deren Aufdeckung kann nur im Modus der Archäologie gelingen. Ein Aspekt dieser Praktiken, des Wissens, ist es nämlich, daà es sich nicht kontinuierlich entwickelt, sondern eine Folge von Brüchen für es prägend ist. Insofern ist der Versuch, frühere Praktiken - im Modus der Genealogie - aus jetzigen zu entwickeln nicht nur zum Scheitern verurteilt, er führt in die falsche Richtung: Denn Altes kann auch vom Neuen verdeckt werden, das Entdecken der vergangenen Diskurse ist nicht möglich, wenn man sie durch die Brille der heutigen betrachten will. Am Ende der archäologischen Arbeit steht das Archiv, eine Sammlung historischer Denkmuster, die unser Denken und Handeln prägen, die als kollektive Erfahrung die gesellschaftliche Praxis steuern. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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