Der Tut-anch-Amun-Skandal. Es war alles ganz anders

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Der Tut-anch-Amun-Skandal. Es war alles ganz anders


Authors: G.F.L. Stanglmeier, Beat Biffiger
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: November 2004
Publisher: Argo
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Customer Review:
wirklich wahr?!
ich hab mir dieses buch gekauft weil ich meine seminarfacharbeit darüber schreibe und war sehr begeistert von der fülle an informationen die enthalten sind. aber schon nach wenigen seiten kam mir öffter der gedanke ob das auch alles so stimmt was da behauptet wird. zwar nennen die autoren viele scheinbar glaubhafte quellen, aber die sind komischerweise nie genauer beschrieben... und manche argumentationen waren doch etwas weit hergeholt. wenn sie natürlich wirklich recht hätten wäre das buch auf jeden fall ne kleine sensation in fachkreisen. hab trozdem 4 punkte gegeben weil mir das buch super geholfen hat und ich auch kein fachmann bin und deshalb nicht beurteilen kann was bewiesen ist und was nicht.das sei anderen überlassen
Der Tut-ench-Amun Skandal
Auf den ersten Blick haben hier die Autoren sicher eine kleinere, archäologische Bombe gezündet, die in absehbarer Zukunft noch sicher weiterhin einen kleineren Schwelbrand in archäologischen Kreisen verursachen wird.

Das Bild des legendären Ausgräbers und Entdeckers Howard Carter wird in diesem Buch meiner Meinung nach endlich ins rechte Licht gerückt.

Dass in den frühren 20er Jahren des vergangen Jahrhunderts nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist, war der offiziellen Archäologie und Ägyptologie bekannt. Die gesamte Wahrheit jedoch wurde fast akribisch genau und bewusst verschwiegen. Die Autoren haben Mut bewiesen, aufgrund fundierter Recherchen, widersprüchlichen Aussagen der Wissenschaft, begleitet von knallharten Fakten, den Mythos „Tut-ench-Amun" ins rechte Licht zu rücken.
In ihrem Buch ging es nicht um die Frage, wurde Tut ermordet oder ist er eines ganz natürlichen Todes nach einem Unfall gestorben. Vielmehr durchleuchten sie den Vorgang der Entdeckung und Sicherstellung des bekanntesten Grabes in Theben West, dem KV 62. Sie relativieren die bisherigen Erkenntnisse und durchleuchten schlussendlich mysteriöse Vorgänge rund um die Sicherstellung eines immensen Grabschatzes.
Howard Carter und sein Mäzen Lord Carnavon kommen da eher schlecht weg und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass gerade diese beiden ehrenwerten Herren ominöse Grabräuber waren.
Zudem stellen sie, die Autoren, zu recht fest, dass auch anerkannte Ägyptologen bewusst oder unbewusst, auf jeden Fall aber nachvollziehbar geschummelt und gelogen, verdreht und nach Gutdünken interpretiert haben.
So ist Ihre Aussage fast symptomatisch, wenn sie sagen : „Es ist geradezu erschreckend, wie häufig man dem Phänomen der Ausgrenzung, Nichtbeachtung und Geheimhaltung von Quellen, Personen und Ereignissen in der Ägyptologie begegnet". Sie verallgemeinern jedoch nicht die gesamte Wissenschaft in diese Richtung, denn gerade im anschliessenden Satz brechen sie eine Lanze auch für seriöses Forschen: "Umgekehrt gibt es doch einige Wissenschaftler, die sich um Vollständigkeit bemühen und ihrem Berufsstand alle Ehre machen":

Sie nehmen kein Blatt vor den Mund und nennen sie auch beim Namen. Immer wieder weisen sie beweiskräftig darauf hin, dass alles ganz anders war. Dies Aussage erhärten sie auch, in dem sie ganz einfach etablierte Aussagen genauer unter die Lupe nehmen und darin Widersprüche feststellen können.
Somit müssen einige „schulwissenschaftliche" Erkenntnisse über den jungen, viel zu früh verstorbenen Teenagerpharao neu geschrieben werden. Ob es denn die Schulwissenschaft auch tut, ist ein anderes Kapitel und wird vermutlich in einigen Jahren Stoff für einen weiteren Skandal in der Geschichte sein.
Ganz gewiss jedoch ist offensichtlich die Tatsache, dass damals einiges ganz anders gewesen sein muss. Stanglmeir/Biffiger weisen explizit darauf hin: In Kennerkreisen ist dies auch bekannt, zu erwähnen wäre eigentlich hier nur ein Beispiel:
Die Rückkehr zum Amun-Kult unter Tut-anch-Aton / Tut-anch-Amun nachdem der „Ketzerpharao" den Aton-Kult erlassen hat. Die reichbefrachtete, wohl grandioseste und vor allem rätselhafte Schatzkammer des Tut in der über 3000jährigen Geschichte Ägyptens spricht für sich.

Das Buch liest sich beinahe wie ein moderner Kriminalroman und es entsteht zu keiner Zeit Langeweile. Es fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Und wenn man dem letzten Satz des Buches beistimmen kann: „Tut-anch-Amun war sein Leben lang Tut-anch-Aton geblieben", dann nur deshalb, weil man es gelesen hat, weil man es einfach lesen muss.

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