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Essenz eines Weges zur spirituellen Selbsterfahrung
Ein wunderbares Büchlein, welches auf wenigen Seiten die Extrakte fundamentaler, spiritueller Weisheiten in drei leicht verständlichen Rezepten zusammenfasst.
Diese 3 Rezepte werden in dem Buch von Ken Keyes ausführlich erläutert, dabei geht Ken Keyes auch auf die möglichen Widerstände ein, die sich bei der Anwendung der Rezepte einstellen können.
Wer nun allerdings glaubt, er könne mit diesem Büchlein über Nacht das Glück finden, wird sicher enttäuscht sein. Vielmehr weißt Ken Keyes in seinem Buch daraufhin, dass nur in beharrlicher, übender Anwendung der 3 Rezepte sich ein inneres Glück einstellt, welches eben nicht an äußere Bedingungen geknüpft ist. So sind diese 3 Rezepte zum Glück von Ken Keyes letztlich die Essenz eines Weges zur spirituellen Selbsterfahrung und Läuterung.
In dieser Präzision und Kürze ist dieses Buch für mich einmalig. Wer mehr über diesen Weg erfahren möchte, dem kann ich das leider vergriffene Handbuch zum höheren Bewusstsein von Ken Keyes empfehlen..
Abstruses, lesefreundlich portioniert
Der Titel des Buchs ist verführerisch. Denn wie oft wollen wir etwas jetzt und sofort - auch das Glück? Wer möchte da nicht wissen, wie man das erreicht? Auch ist das Büchlein schlicht gestaltet und präsentiert seinen Inhalt wie ein Gedicht, wobei der leere Platz auf den Seiten meist grosszügig bemessen ist. So liesse sich der Text in angenehmen Portionen lesen. Doch die abstruse, simple Logik, die ihm oft eignet, macht die Lektüre zu genau dem «kosmischen Witz», der gemäss Autor das Leben ist.
Bis zum ersten der «drei Rezepte zum Glück», wie er seine Tipps ohne Bedenken nennt, ginge es zwar noch. Nun aber heisst's, man solle stets danach fragen, was man haben wolle, ohne es zu verlangen. Das erhöhe die Chance auf Erfolg im Gegensatz zum Nichtfragen - na, das ist ja klar. Illustriert wird dieser Rat mit Satzbeispielen wie «Bitte reich mir das Salz» oder «Schliess bitte die Tür ...». Soll man jetzt also nach der Bitte um Salz fragen? Oder kann der Autor einfach nicht zwischen Frage und Bitte unterscheiden? Wohl Letzteres. Auch unterstützt seine Argumentation nicht eben seine Ansicht, dass man bei solchen «Fragen» weder um den heissen Brei schleichen, noch täuschende Spiele zu inszenieren brauche. Das erste Rezept richtig anzuwenden, ist jedenfalls unmöglich. Ob der Autor dies selber gemerkt hat? Sein drittes «Rezept» lautet nämlich: «Lass deine Liebe wachsen, auch wenn du nicht das bekommst, was du haben willst.»
Kurz: Ein ärgerliches Machwerk, das längst bekannte Weisheiten verkürzt und unausgegoren wiedergibt.
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