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Psychologie des Essens im Stile trivialer Ratgeberliteratur
Essen ist nicht nur für das alltägliche Überleben des Menschen notwendig. Vielmehr ist Esseb eng verwoben mit den gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen, die bestimmen, wer was wann wo und vor allem mit wem isst. Möglicherweise ist genau das der Satz, auf den sich Gisla Gniech in "Essen und Psyche" hätte beschränken können. Im Übrigen klingt das Buch wie die Ratgeber-Seite einer x-beliebigen Frauenzeitschrift. Mit der Inbrunst der Wissenschaftlerin kommt Gisla Gniech zu erstaunlichen Ergebnissen: "Im Sinne der Körpertemperaturregulierung werden warme Speisen bei kaltem Wetter bevorzugt und kühle bei warmer Witterung." Oder: "Wegen des hohen Nährwerts und des äußerst angenehmen Geschmacks sind mit Zucker zubereitete Speisen sehr beliebt." Von ähnlicher Evidenz sind die meisten Teile von Gniechs Buch. Wer tatsächlich mehr wissen möchten, als dass Zucker dick macht, dicke Menschen es aber wegen des jugendlichen Schönheitsideals schwer haben und Fast-food nicht immer ideal ist, dem bietet Gniech nichts. Wenn im Zusammenhang mit diesem Buch gelegentlich von einem Grundlagenwerk der Psychologie des Essens geredet wird, so kann ich das nicht nachvollziehen. Es handelt sich um einfach gestrickte Ratgeberliteratur - mehr nicht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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