Customer Review:
Begeistert
Ich bin von diesem Buch begeistert. Es vermittelt den Eindruck Bayerns wie man ihn bei einem Besuch Münchens gewinnt u an den man sich immer wieder gerne erinnert. Mag sein, daß man sich als Bayer überzeichnet als biertrinkender, Schweinsbraten essender Brauhausbesucher in Lederhosen dargestellt sieht, aber das ist es doch auch, was Bayern unter anderem ausmacht, die Tradition und der Genuß ( So gehts uns Wienern mit der Mozartkugel und Kaiserin Sisi )Und so finde ich auch die teilweise älteren Photos durchaus passend. Beim Durchblättern bekommt man gute Lust, sich sofort auf den Weg nach München zu machen (und das obwohl ich weder Bier trinke noch Schweinsbraten esse!)
Die Rezepte in gewohnter Schuhbeck Manier gut beschrieben, gut nachzukochen, die Zutaten in jedem Supermarkt erhältlich, eine schöne, wenn auch ungewohnte Gliederung der Speisen in Jahreszeiten. Mir gefällt's und schmeckt's.
Koch oder Werbebuch?
Dieses Buch ist eine Enttäuschung pur!
Es besteht zu 60% aus Werbung für eine bayerische Brauerei.
Ich würde es als WerbeBuch und nicht als Kochbuch bezeicnen!
Zwischentexte sind ziemlich platt
Das Buch hat einen klaren, aber nicht kulinarischen Aufbau. Es geht den Jahreszeiten nach. Und in jeder Jahreszeit gibt es eine Vorstellung der klassischen Feste und was sonst so über das allzu idyllische Leben eines Bayern zu erzählen ist, das es so mit Sicherheit noch nie gegeben hat. Kitsch pur. Die Rezepte zur Jahreszeit sind abwechslungsreich, nur selten mit unnötig teuren Zutaten oder äußerst raffinierten Techniken unkochbar gemacht und allgemein sehr gut verständlich. Die Fotos dazu sind sehr schön, aber viel zu selten. Da hätte man schon gerne als Hobbykoch die eine oder andere Idee, wie man was anrichten soll, und beim Unglück kann man noch nicht mal schauen, wie es eigentlich hätte aussehen sollen. Die Rezepte sind übersichtlich aufgeschrieben und gut verständlich, leider fehlen aber bei Rezepten mit Backofen die Unterschiede zwischen Ober- und Unterhitze und Heißluft.
Die Zwischentexte zum Brauchtum sind nicht nur ziemlich platt und zeichnen ein überidyllisches Bild von Bayern, sie sind auch mit Dialektausdrücken und mit genauso kitschigen Fotos, die oft ganz offensichtlich älteren Datums sind, gespickt. Zum Beispiel auf einem Bild vom Oktoberfest sieht man allein schon an den Frisuren, dass die Entstehungszeit irgendwo in den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts liegen muss. Und dieses Bild ist kein Einzelfall. So gut gemacht der Rezeptteil ist, so schlimm sind diese Zwischentexte, die wohl für ein klassisches Volksmusikpublikum geschrieben sind, das die Hochsprache nicht besonders angenehm findet.
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