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Unkritisch und damit inkompetent
Das von einem Buch, daß den Namen Alete im Titel trägt, nicht unbedingt ein Loblied auf die selbstgekochte Beikost zu erwarten ist, war mir schon klar. Eine derart unkritische Haltung zur Gläschenkost lässt die Autorinnen allerdings äußerst inkompetent in Bezug auf Beikost und Kleinkindernährung erscheinen.
Gleich im ersten Kapitel wird ein Loblied auf die Gläschen gesungen, so daß sich jede Mutter, die diese NICHT kauft, als Rabenmutter fühlen muß. Im folgenden wird dann erklärt, wie man die Beikost richtig einführt. Damit ist das Buch mindestens zur Hälfte völlig überflüssig - diese Informationen bekommt man auch kostenlos von jedem Hersteller für Babynahrung.
Die völlig unkritische Haltung gegenüber der Gläschenkost zeigt, daß sich die Autorinnen nicht mit der wissenschaftlichen Literatur zum Thema Beikost beschäftigt haben. Gläschen enthalten spätestens ab dem 8. Monat völlig überflüssige Zutaten (Zucker, Salz, Gewürze, Zwiebeln etc.), die Rezepturen orientieren sich nicht an den Empfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung, Stiftung Warentest hat gezeigt, daß in den Gläschen zwar keine Schadstoffe u.ä. enthalten sind (immerhin!), leider aber auch kaum noch Vitamine und zuwenig Energie. Selbst die Information, wie man Gläschenkost entsprechend aufwerten könnte (Zugabe von Öl und Vitamin-C-reichen Säften) fehlen völlig.
Ein überflüssiges Buch zum Thema Baby- und Kleinkindernährung!
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