Customer Review:
So la la....
Das Buch "La Cucina Toskana" hat eigentlich einen klingenen und allzu sehr verführerischen Titel. In den letzten 3 Jahren war es eines von (leider allzu-) vielen Büchern, die sich das Thema Kochen und Italien (im besonderen die Toskana) zur Aufgabe gemacht haben. Um es vorneweg zu nehmen, ich bin leider nur so halb-glücklich mit dem Werk. Gründe sind die meines Erachtens etwas wenig innovativen Rezepte (die nur bedingt zum Nachkommen anregen) und die etwas zu kurz gekommene Authentizität des ganzen. Wenn schon Hausrezepte der Mama, dann bitte etwas mehr Erläuterungen und wo bei anderen Bücher die Flut an Zusatzinfos zu Land und Leuten nur so uberschwingt, so leer und verlassen fühlt man sich manchmal in diesem Buch. Die Kochanleitungen sind so mau mau und eher knapp gehalten. Es gibt wahrlich bessere Alternativen zur Toskanaküche (zB "Die Küche der Toskana" von Alice Vollenschneider im Wagenbach-Verlag) aber wer schon alle hat, kann sich das ruhig kaufen und (wahrscheinlich) auch damit glücklich werden.
Familienrezpte
Schön, dass es ein italienisches Kochbuch gibt, das endlich Familienrezepte preisgibt. Im Buch kommen verschiedene, für den Autor, wichtige Frauen vor: die Mutter, die Grossmutter, die Tante usw. Man spürt förmlich die gute alte Zeit und einen Hauch von Melancholie in den kurzen Kommentaren des Autors. Das Buch enthält auch viele "leckere" Fotos der Gerichte. Eins davon habe ich gefunden, dass wenn man es ganz genau nimmt, nicht ganz mit der Rezeptausführung übereinstimmt, nämlich den "pollo all' Aretina" auf der Seite 92. Im Rezept steht, man solle das Huhn und den Reis zum Schluss im Topf mischen, was auf dem Foto rechts davon nicht auf diese Weise präsentiert wird. Was solls, es ist nur eine Kleinigkeit. Ansonsten ist es ein schönes Buch, das sich auch sehr gut als Geschenk eingnet.
Books: