Customer Review:
Witzig und lecker
Eigentlich hatte ich nicht vor eine Rezension zu schreiben, aber nach dem Lesen des unten stehenden "Verrisses" muss ich doch zur Verteidigung schreiten ;-)
Ich habe dieses Buch mit viel Vergnügen gelesen, da es locker geschrieben und mit kleinen persönlichen Anekdoten geschmückt ist. Mit ebenso viel Vergnügen und Genuss habe ich dann angefangen, die Rezepte nachzukochen. Bis jetzt sind es geworden: Thai-Curry mit Schweinefleisch, eingelegte Auberginen mit Honig und Pfeffer (*Wonneseufzer*)und ein gigantisch saftiger Orangenkuchen ohne Mehl, den meine gesamte Verwandtschaft und Bekanntschaft heiß und innig liebt.
Die Maßnahme des Verlages diesen Titel "das Kochbuch für den Familienalltag" zu nennen, ist vielleicht etwas unglücklich, dafür ist das weiterführende "für Vielbeschäftigte und für entspannte Gastlichkeit" 100% zutreffend. "Kochen ohne Stress und Eile" ist definitiv nicht mit "Ich schmeiße in 10 min. was zusammen" zu verwechseln. Zeit braucht man schon - aber man kann sie sich nehmen, wenn man sie hat, nämlich am Vorabend oder am Wochenende.
Den Vorwurf der Rezensentin, die Autorin hätte wohl nicht so viel Ahnung von Alltagsküche und Kindern, kann man dadurch entkräften, dass die Autorin 4 Kinder hat, sowie in Paris eine Firma, die Küchengeräte und -ingredienzien vertreibt. Hört sich für mich nach jeder Menge Stress und nötiger Koordination an!
Und was die Rezepte betrifft, liebe Dame, vielleicht sollten Sie Ihren Kindern einfach mehr zutrauen, als Nudeln in Tomatensoße und Fischstäbchen, vielleicht würden sie ja ein Thai-Curry oder einen Kuchen mit Tee und Rosinen zu schätzen wissen... Rezepte zum Grillen gibt's übrigens auch!
Der Inhalt hält nicht, was der Titel verspricht
125 Rezepte für den Familienalltag - werden hier angekündigt. Faktum ist, dass hier vorwiegend mit Lammfleisch, ganzen Hühnern und Wild gekocht wird. Teilweise mit Ingredientien, die auch geübten Köchen/innen nicht geläufig sind, werden vorwiegend Eintöpfe "gezaubert", die ich zumindestens meinen Kindern nie vorsetzen würde, fänden sie doch ganz sicherlich keinerlei Anklang.
Ich konnte mich bei Einsicht in das Buch des Gedankens nicht erwehren, dass die Autorin desselben vielleicht Hobbyköchin ist, die ab und zu ihre Gäste mit ausgefallenen Gerichten verwöhnt, sie aber von Alltagsküche und Kochen für Kinder keine Ahnung hat.
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