Customer Review:
toast - the story of a boy's hunger
lautet der englische titel - und sagt mehr über dieses buch, als der deutsche titel. Slater hat hunger: hunger nach leben, nach erwachsenwerden, nach sex - er hat hunger auf die welt da draußen und er will sein stück vom großen kuchen haben. ein berührendes buch! aber achtung: das buch kann lang verdrängte geschichten aus der eigenen vergangenheit wieder ans licht bringen. *gg* nur empfehlenswert!!
Macht Appetit auf mehr...
Auch wenn nicht alles, was im Buch auftaucht wirklich lecker klingt (ich werde nie wieder einen Meeresfrüchtecocktail ohne Mißtrauen essen, so viel ist sicher!)- es ist ein tolles, anregendes, sinnliches Buch. Nigel Slater erzählt seine Kindheit und Pupertät "mit allen Sinnen" - mit Riechen, Schmecken und Fühlen: der regelmäßig verkohlte Toast zum Frühstück, die Weihnachtstorte, deren panzerharter Guß mit einem Hammer geknackt werden muss, bestimmte Süßigkeiten, die abends auf dem Nachtisch liegen und an die Gute-Nacht-Küsse der verstorbene Mutter erinnern...
Auf den ersten Seiten fehlten mir kurz die üblichen Kochfotos (gerade von den manchmal doch sehr eigenartigen englischen Gerichten und den ziemlich speziellen Süßigkeiten), doch schon nach kurzer Zeit war ich so in den Bann gezogen, dass mir plötzlich auch wieder Kindheitsgerichte einfielen, die eben immer etwas Besonderes bleiben, weil sie mehr sind als nur Essen - weil sie an Geborgenheit,Gutes, Schönes und manchmal auch Schlimmes erinnern. So wird es auch im Buch manchmal traurig, manchmal deftig und die kulinarischen Genüsse sind von einer Sterneküche weit entfernt, aber seine Geschichten sind ehrlich und machen Lust, mal wieder alte, längst vergessene Lieblingsgerichte zu kochen und an eine Zeit zu denken, wo ein einfacher Nudelauflauf einen glücklich machen konnte...
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