Cotta's kulinarischer Almanach No. 12

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Cotta's kulinarischer Almanach No. 12


Authors: Erwin Seitz
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: September 2004
Publisher: Klett-Cotta
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Customer Review:
Ein aussergewoehnlicher Speisefuehrer durch Deutschland
Am Anfang war ich selbst ein wenig unsicher und doch magisch angezogen vom Titel "Cotta's kulinarischer Almanach Nr. 13" mit dem noch vielversprechenderen Untertitel "Deutschland".

Das Buch versprach indessen nicht zuviel und ueberzeugte mich gleich mit den ersten Themen die regional bezogen, die dortigen Kuechen oder spezielle Weinanbaugebiete beleuchteten.

Insbesondere ist hervorzuheben, das die meisten Autoren dieses kulinarischen Almanachs mit der sehr spitzen Feder geschrieben haben. Noch nach Wochen ist mir der Artikel ueber die "billig ist geil" Mentalitaet vieler Deutscher in Erinnerung geblieben, welcher auf den Punkt genau, das Desaster mit Aldi und Lidl beschreibt. Billig ist halt doch nicht immer Trumpf, auch wenn viele Konmsumenten dies glauben moegen.

Zur Ehrenrettung des Nordeutschen Gerichts "Gruenkoehl" wurde ebenfalls ein beachtenswerter Artikel verfasst und auch die Informationen zu BIO (doch nicht immer gut) und der Freilandhaltung von Huehnern und den daraus gewonnen Eiern, habe ich foermlich verschlungen.

"Cotta's kulinarischer Almanach Nr. 13" ist einen Augenweide und Labsal fuer das geschundene Verbraucher-/ und Geniesserherz.

Fuer alle diejenigen, welcher mehr ueber deutsche Regionen erfahren wollen und einen guten Artikel mit der notwendigen Portion an ehrlicher Kritik nicht scheuen, sei dieses Buch waermstens empfohlen.

Das Hamburg als spezielle Region, ein eigener Abschnitt gewidmet wurde, habe ich mit Freude festgestellt.

Ein echter Almanach mit hervorragenden Artikeln zum Zeitgeist "Ernaehrung und Genuss in Deutschland".
Cotta's kulinarischer Almanach
Der kulturhistorisch nicht uninteressierte, frankophile Gourmet findet in Cotta's kulinarischem Almanach " Nr. 11 eine ganze Reihe interessanter, teilweise sehr kurzweilig zu lesender Beiträge zum Themenkomplex: Verfeinerung des Geschmacks.
Die Autoren zeigen , wie sich die französische gehobene Küche im Laufe der letzten Jahrhunderte entwickelt hat, was in den einzelnen Epochen für den " seigneuralen Sybariten " en vogue war und inwiefern sich die politische Schwächung des Adels seit Ludwig XIV als förderlich erwies für den Stellenwert der exquisiten Tafel. Wenn ein Comte schon ohne tatsächliche Macht und Einfluss war, dann sollte ihm zumindest das gesellschaftliche Leben die geeignete Plattform bieten, sich als Connaisseur in Szene zu setzen! Innerhalb der französischen, aristokratischen Gesellschaft sprach man bei Tisch dezidiert über das, was man aß, man beurteilte , kritisierte und trug so zur Verbesserung der Rezepturen der Gerichte bei. Anhand des Pralines erläutert die Autorin Katja Mutschelknaus - eine wirklich brillante Schreiberin - die Grundidee des Rokoko und am Beispiel des "Winner-Teams" Escoffier/Ritz wird seitens Maria d'Uccello die gastronomische Blütezeit der Belle Epoque dem Leser nahe gebracht. Von den kleinen Revolutionen verschiedener Küchengrößen , wie etwa Careme, dem Spitzenkoch längst vergangener Tage und Ducasse, einem gaumenkitzelnden Superstar der heutigen Zeit, erfährt man mancherlei. Aber auch das Markttreiben in den neuen Hallen in Paris, die hohe Kunst des Affineurs und die Liebe der weintrinkenden Franzosen zum gepflegten Käse als Abschluss eines Menüs, bleiben nicht unerwähnt. Die Weine des Elsass und der Loire sowie das Terroir, in seiner substantiellen Bedeutung, kommen zu Sprache und man erfährt, dass die lukullische Tradition bei den jungen Franzosen auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Obgleich diese immer wieder über den Tellerrand hinausschauen und durchaus offen sind für den Reiz des Neuen und Exotischen, brechen sie nicht mit Großmutters Neigung gegenüber Boeuf Bourguinon, dem Morbier, dem Bleu d`Auverne und andereren Leckerbissen französischer Provenienz. Bleibt zu konstatieren, dass die kluge Planung eines opulenten Fasanen-Festes, wie man es etwa im Zeitalter der Renaissance in Lille einst feierte, für neuzeitliche Event-Gestalter ein erfolgsversprechendes Vorhaben sein könnte.
Im Almanach finden sich außerdem eine gelungene Auswahl literarischer Miniaturen, höchst amüsante Betrachungen über Torten und Kuchen und mit Blick auf Österreich ein durchaus bereichernder Beitrag zum Thema : Wiener Schnitzel.
Der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift " essen & trinken " Peter Ploog erläutert , wie mühevoll und aufwendig es für die hauseigenen Versuchsköche ist, neue Gerichte so zu entwickeln, dass sie redaktionell verwertbar sind. Und man selbst erahnt allein schon beim Lesen der beiden Almanach-Rezepte der Spitzenleute Witzigmann und Wohlfahrt, dass beim Umsetzen ihrer Inspirationen seitens eines bestrebten Laien , sicher die Leuchtkraft der Geistesblitze eine andere sein wird, als die von den Sterne-Köchen auf den Weg gebrachte!
Ein Buch, das einem glückliche Stunden schenkt!

Books:

  1. Vitamindrinks. Säfte und Shakes selbst gemacht mit Früchten und Gemüse
  2. Reisen und Geniessen Frankreich. VIS a VIS
  3. Joghurt, Käse, Rahm und Co
  4. Geschenke aus der Küche. Einmachen, Einkochen, Marinieren
  5. Delikatessen aus Unkräutern. Das Wildpflanzen - Kochbuch
  6. Kochspaß mit Asterix, Gaumenfreuden aus aller Welt
  7. Wildfrüchte. Wildgemüse. Wildkräuter. Erkennen, Sammeln und Genießen
  8. Casa Moro. Spanische und orientalische Küche
  9. Das Strudel-Knödel-Palatschinkenkochbuch. Rund 130 alte und neue, unserer Zeit angepaßte Rezepte
  10. Das Knödelbuch

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