Customer Review:
Nette Rezepte, der Rest eher mangelhaft
Ich habe mich für dieses Kochbuch entschieden, weil ich ziemlich gerne neues ausprobiere und auch unheimlich gern mit frischen Zutaten aus Feld und Wald
koche. Also war dieses Buch auf jeden Fall einen Blick wert, allerdings bin ich hier zweigeteilter Meinung den Wert bzw. die Qualität des Buches
betreffend.
Aufgelistet werden Abilldungen von Wildgemüse-, und Wildfrüchtesorten in alphabetischer Reihenfolge, wobei zu jeder Sorte nur eine Zeichnung vorliegt; keine Fotografie. Ich persönlich würde eine Fotografie vorziehen, weil gewisse Kräuter und andere Pflanzen doch von ungeübten Sammlern leicht verwechselt werden können und genau das nur im harmlosesten Fall einen sonderlichen Geschmack hervorrufen kann. Spätestens beim Bärlauch aber, sollte vielleicht doch eher eine detaillierte Fotografie verwendet werden, damit dieses Kraut nicht mit dem hochgiftigen Maiglöckchen verwechselt werden kann.
Neben Bärlauch werden auch seltenere Pflanzen wie Gundelrebe, Pastinak, Brunelle, Wiesenschaumkraut und Tripmadam vorgestellt und gerade bei den
selteneren Pflanzen wäre eine Fotografie zu Bestimmungszwecken sicher hilfreicher als eine Zeichnung.
Die Informationen zur jeweiligen Pflanze beziehen sich auf eine Seite, vorgestellt wird die Pflanzenbeschreibung, das Vorkommen, die Blütezeit, Sammelzeit und die Verwendung der Pflanzenteile.
Alles in allem finde ich diesen Teil des Buches nicht besonders spannend oder herausstechend, da gibt es durchaus bessere Bücher mit detaillierten Fotografien und ausführlicheren Beschreibungen der Kräuter und Gemüsesorten.
Die Rezepte dagegen sind schon interessanter, alle aber teilweise schon sehr alt und nicht unbedingt für absolute Anfänger geeignet. Sprachlich fallen sie sehr knapp aus, selten mehr als 5-10 Zeilen.
U.a. werden vorgestellt: Wildgemüsesuppen ( ganz besonders toll: Frühlingskräutersuppe, Gänseblümchensuppe, Malven-Suppe usw. ), Wildfrüchtesuppen ( Hagebuttensuppe u.a. ), Wildgemüsearten in warmer und kalter Form ( Löwenzahnpüree, Wegwartengemüse ), ( süße ) Soßen, Pfannengerichte - Aufläufe - Soßen, Wildsalate ( Hopfensprossensalat, Löwenzahnsalat ) , Konfitüren, Alkoholische Getränke ( Schlehenwein ) und Gebäck. Von all dem sucht man vergeblich Bilder, es gibt keinerlei Abbildungen.
Abschließend befindet sich ein ausführliches Register im Buch.
Ich kann nicht sagen, dass ich mir dieses Buch noch mal kaufen würde, es ist doch eher etwas oberflächlich gehalten, gerade die Pflanzenbeschreibung, die
zwei Drittel des Buches einnimmt, ist sehr einfach gehalten und dürfte gerade wirklich interessierten Anfängern kaum genügen. Die bereits angesprochen fehlenden Bilder sind außerdem ein Minus-Punkt. Wer sich allerdings schon ein wenig im Kräutersammeln und Wildgemüsesuchen auskennt; wer weiß wie diese Pflanzen behandelt und bestimmt werden müssen und wer doch das ein oder andere einfach gehaltene Rezept in dieser Richtung sucht , der wird mit diesem Buch vielleicht glücklich werden.
2 Sterne gibts von mir für die schönen, aber leider zu unausführlichen Rezepte, die Pflanzenbeschreibung ist mir viel zu oberflächlich und eben ohne Fotografie nur für Kenner zu gebrauchen. Schade!
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