Customer Review:
quand même
Nicht jedes Buch hat den Anspruch, einen Pulitzer-Preis zu gewinnen - so gesehen auch dieses nicht, denn es will sich ja gar nicht in die Ruhmeshalle der großen Klassiker einreihen - nichtsdestotrotz ist es ein sehr kurzweiliges Büchlein über die kullinarischen Arten und Unarten der Franzosen, mit Esprit geschrieben, leicht zu verdauen (wohl im Gegensatz zu den kullinarischen Exkursionen des Autors bei der Recherche)- sollten Sie bei der Vorstellung eines Käsewettessens alleine beim Lesen einen Klumpen im Magen kriegen, gönnen Sie sich bei der Lektüre gleich einen Calvados mit - sozusagen prophylaktisch - Sie werden sehen: die Heiterkeit des Buches wirkt, wie der Calvados, ansteckend und macht Lust auf mehr: es gibt eine Zeit der Leichtlebigkeit und eine Zeit des Tiefsinns - ersteres ist bei diesem Buch Garant."à votre santé!"
Kulinarische Tour-de-France
Selten gibt es so leichte Kost. Der Autor entführt nach Frankreich, zu ganz besonderen kulinarischen Besonderheiten, Festen und regionalen Ess- und Trinkspektakeln. Da kann man froh sein, wenn man das nicht alles zu sich nehmen muss, denn so leicht zu bewältigen scheint es auch für den Autor nicht gewesen zu sein, die typisch französischen Speisegenüsse zu verkraften.
Leichtfüßig beschreibt der Engländer mit einem Schuss französischer Gelassenheit die verschiedenen Feste und Feiern, die nichts anderes bieten, als essen, essen, essen und eventuell mal zur Abwechslung trinken, trinken, trinken. Da gibt es Froschschenkel bis zum erlösenden „Quak" oder Schnecken bis man sich ins Haus zurückzieht oder einen - mein persönliches Lieblingsfest - den Schlemmer-Marathon, bei welchem die sportliche Leistung eher darin liegt, den nächsten gedeckten Tisch zu erreichen, als irgendwelche Kilometer abzulaufen.
Man muss wissen, dass es kein besonders literarisches Stück ist, das einem hier geboten wird. Vielmehr bekommt man ein nettes Menü mehr oder weniger amüsanter oder zumindest interessanter Geschichten um eher selten auf dem eigenen Tisch zu findende Gerichte und Speisen und die damit verbundenen regionalen Traditionen oder skurrilen Feierlichkeiten aus dem Land der Meisterköche.
Wer allerdings ein wenig Urlaubsstimmung und Lust darauf bekommen möchte, ein Land zu erschmecken, kann sich mit den Erzählungen des englischen Wahlfranzosen ein paar Stündchen unterhalten. © 9/2005, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
ein Skandal
nachdem Hotel Pastis, Trüffelträume, Encours Provence....naja, vielleicht die Erkenntnisse aus der Welt seines Hundes mal weggelassen, annehmbare und kurzweilige Reisebücher waren finde ich Vive la fete eine zusammenkopierte witzlose Aneinanderreihung altbekannter Geschichten, denen langsam die Luft ausgeht und die auch den ehemals erfrischenden Schreibstil von Monsieur Male nicht mehr erkennen lassen. Ich hab die gebundene Ausgabe für den Urlaub gekauft und mich mordsmäßig drüber geärgert !
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