Tellergericht. Die Deutschen und das Essen

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Tellergericht. Die Deutschen und das Essen


Authors: Ullrich Fichtner
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: März 2004
Publisher: Dva
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Customer Review:
Volksfest-Gastronomie ernstgenommen
Das Kapitel über die Volksfest-Gastronomie "Winzerschinken, China-Pfanne und Weihnachtsgefühle" ist schonungslos, aber klug und nicht ohne Verständnis. Außerdem hat sich der Autor gut informiert: er weiß viel zur Tradition der Märkte, kennt die Studie "Wirtschaftsfaktor Volksfest" von Wirtschaftsministerium und Deutschem Schaustellerbund, kann Vergleiche zum Ausland ziehen und berichtet von volksfest-kulinarischen Refugien, natürlich in Süddeutschland. Also kein Vergleich zum hasserfüllten Weihnachtsmarkt-Bashing in Max Goldts "Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens"
Einen großen Sympathiepunkt hat Gourmet Fichtner bei mir schon mal gewonnen, dass er dem Thema Volksfestgastronomie überhaupt so ein umfangreiches Kapitel widmet. Bei allem gourmet-technischen Elend lässt er auch ein paar positive und hoffnungsvolle Aspekte aufscheinen: da ist der Abglanz der alten Märkte, weil am "offenen Feuer" die Lebensmittel immer noch (wenn auch oft nur scheinbar) selbst zubereitet werden. Es gibt übrigens noch zahlreiche Schausteller mit hohem Qualitätsanspruch, z.B. gelernte Metzger und Konditoren! Also NOCH keine Chance für McDonalds auf den Kirmesplätzen! Und dann: die langsame Rückkehr der Provinzialität und Heimatverbundenheit, die den Deutschen gründlich ausgeredet wurde, auch im kulinarischen Sinn; weiterhin die Abkehr von Massenkonsum und schlechter Qualität.
Sein Schlußsatz: "Denn es entsteht... durch Überlieferung und kollektive Erfahrung eine Form von Wissen, die wissenschaftlich kaum aufzuschlüsseln ist und die sich am Ende schlicht: Kultur nennt. Sie zu feiern und hochleben zu lassen, bei Volksfesten, die den Namen wieder verdienen, wäre ein schöner Vorsatz."
Gehört auf den Unterrichtsplan der Schulen
Natürlich ist vieles über das der Autor berichtet bereits bekannt. Der Autor bringt die sorgfältig aufbereiteten Fakten in einen gut verständlichen Zusammenhang. So wird deutlich, welche Rolle z. B. die Politik in Bezug auf die Lebensmittelskandale spielt. Es wird auch anschaulich geschildert, warum z. B. Schweinefleisch in den Läden zum gleichen Preis wie Katzenfutter angeboten werden kann.
Wussten Sie, dass sich von 1962 bis 1998 das verfügbare Einkommen der Haushalte versechsfacht hat, der Preis für Rindfleisch in der gleichen Zeit aber nur doppelt so hoch ist? Lesen Sie dieses Buch, dann werden Sie das nächste mal mit anderen Gefühlen einen Supermarkt betreten....
Überbewertet
Ich bin etwas enttäuscht von diesem Buch. Für wemanden, der sich noch nie mit seiener Ernährung und seienme Einkausverhalten auseinandergesetzt hat, gibt esein paar Aha-Effekte. Fortgeschrittene sollten sich konkreteren Büchern zuwenden.

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