Customer Review:
Rezeptzahl künstlich nach oben gepuscht, einige Anregungen
Das Buch ist schlicht und übersichtlich gestaltet. Ein paar Bilder hätte ich hier schon schöner gefunden, die bringen Leben. Gerade für die Rohkost, die ja auf Anhieb so "karg" klingt, finde ich es wichtig, dass uns Bilder einladen. Das könnten ja auch Zeichnungen oder gute Schwarz-Weißdarstellungen sein.
Dann ist die Angabe "235 Rezepte" einfach dreist. Viele Rezepte entstehen durch das systematische Austauschen nur einer einzigen Zutat. Also zum Beispiel Eis: Erdbeereis = Zutat a plus Zutat b plus Erdbeeren; Heidelbeereis = Zutat a plus Zutat b plus Heidelbeeren. Da komme ich natürlich ganz leicht auf 10 verschiedene Eissorten, ohne auch nur einmal in meine Küche zu gehen. Das kostet einen Stern.
Suspekt finde ich auch die Verwendung von Apfelpektin. Das ist ein Industrieprodukt.
Bei vielen Rezepten werden die Produkte im Ofen bei 50°C getrocknet. Das ist meiner Erkenntnis nach für echte Rohköstler zu hoch, 38-43°C sind üblicherweise die genannten Grenzen. Sie begründet auch nicht, warum sie 50°C für zulässig hält. Es ist vermutlich einfacher - 50°C bietet jeder Haushaltsofen und spart den Dörrautomat. Darf denn die Bequemlichkeit für den Anwender das Prinzip verwässern? Das kostet einen weiteren Stern.
Auch Frau Opitz verweist häufig auf eigene Grundrezepte. Das ist doch Doppelarbeit und erschwert mir die Einschätzung des Zeitaufwands für die Zubereitung.
Die Rezepte an sich sind vom Aufwand her ok. Sie laden auch durchaus zum Nachahmen ein. Die Einleitung finde ich interessant (z.B. den Hinweis, dass Äpfel und Birnen, wenn sie sich angeschnitten nicht innerhalb weniger Minuten verfärben, bestrahlt sind).
nicht alltagstauglich
Überrascht hat mich die Vielzahl der Kuchen und Dessert Rezepte und deren einfache Zubereitung.
Minuspunkte für die geringe Zahl der Gemüsegerichte und wenn schon deren ständigen süßen Begleiter (Honig, Rosinen).
Fazit: dieses Buch ist nicht alltagstauglich.
Ein Buch NUR zur Ergänzung.
zu wenig "richtige" Rezepte
Das Buch beinhaltet viele leckere Salate, Suppen, Süßspeisen, Backwaren und Aufstriche. Was mich stört, ist das nicht Vorhanden sein von rohen Hauptspeisen. Gerade in der Umstellphase auf Rohkost ist man auf der Suche nach so etwas.
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