Customer Review:
Hardcover besser!!!!
Es ist ein wirklich tolles Backbuch. Ich habe mir die Hardcover Ausgabe ausgeliehen und mich dann entschieden es zu kaufen. Aus Kostengründen leider die Taschenbuchausgabe.
Es fehlen viele Bilder und Erklärungen. Z.B. steht in einem Rezept "Zucker karamellisieren lassen (wie Abb.2)" Diese zeigt aber nur die zugeschnittenen Äpfel......
Die Rezepte sind wirklich gut aber im Vergleich zur Original Hardcover Ausgabe fehlen hilfreiche Details. Leider!!!!
Wer will denn Mehlpampe?
So lange es um Grundrezepte geht, vertraue ich gerne auf Dr. Oetker. Denn der hat die erfreuliche Angewohnheit, sämtliche (!) Zutaten aufzuführen und auch konkrete Garzeiten/Backzeiten anzugeben. Also nicht nur: Schön braun backen.
Und tatsächlich finden sich alle aufgeführten Zutaten nachher im Rezept wieder - bei Billig-Rezeptbüchern ist das keine Selbstverständlichkeit! Auch dieses Backbuch ist vernünftig aufgebaut: Es fängt an mit allgemeinen Backregeln, befasst sich dann mit verschiedenen Backofen-Typen und kommt schließlich zum umfangreichsten Teil, den Rezepten. Das sind wirklich zumeist einfache Grundrezepte. Wer abgedrehte Spezialitäten versuchen will, wird mit diesem Buch nicht viel Freude haben, denn die sind nicht dabei. Höchstens Sachertorte.
Gegliedert hat Dr. Oetker nach Teigarten, es findet sich das Übliche: Rührteig, Knetteig, Quark-Ölteig, Biskuitteig, Brandteig, Fettgebackenes, Weihnachtsgebäck, Hefeteig und sogar Diabetiker-Gebäck. Am Ende gibt es noch ein sinnvolles Register nach Schwierigkeitsgrad, Zubereitungsart und Zielgruppe (z.B. Kinder).
Die Abbildungen sind brauchbar, die Kuchenbilder wurden kaum aufgehübscht und sehen beinahe aus wie in der Realität. Beinahe. Gut finde ich auch die Idee, bestimmte Handgriffe, die für die Teigzubereitung erforderlich sind, abzubilden. Da weiß man, wo man anfassen muss und wo besser nicht.
Natürlich macht der Dottore in den Zutatenlisten ordentlich Reklame für seine sonstigen Produkte, statt Vanillezucker empfiehlt er beispielsweise den unsäglichen Dr.-Oetker-Vanillin-Zucker. Und statt Rum doch allen Ernstes Dr. Oetker Rum-Aroma.
In vielen Fällen stimmen leider die Mengenangaben der Zutaten nicht, mit entsprechend desaströsen Folgen.
Beispiel (S. 78):
Gedeckter Apfelkuchen auf dem Blech - vorgeschlagen wird die Menge von 50 Gramm Margarine. Das wird furchtbar trocken, es sollten wohl schon 150 Gramm sein, das Dreifache!
Beispiel (S. 93):
Schokocremetörtchen - vorgeschlagen wird 75 Gramm Margarine, man braucht aber mindestens das Doppelte!
Beispiel(S. 16)
Grundrezept Rührteig - für einen normalen Kuchen werden 500 Gramm Mehl mit entsprechenden Zutaten empfohlen. Für einen halb so großen Kuchen werden AUCH 500 Gramm Mehl empfohlen, nur mit halb so viel Ei und Fett. Wie soll wohl so eine Mehlpampe schmecken?
In dieser Art geht es weiter, offenbar hat man im Verlag einfach schlampig gearbeitet. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern schreckt auch viele Anfänger ab. Wenn deren Backversuche scheitern, vermuten sie ja eigenes Unvermögen und nicht, dass 'Backen macht Freude' schlicht nichts taugt.
Konzept und Aufbau des Backbuches sind gelungen, wegen der vielen gravierenden Fehler bei den Zutatenmengen rate ich vom Kauf dringend ab!
Ein absolutes Superbackbuch - und Klassiker
Es gibt dieses Backbuch schon seit zig Jahren. Schon unsere Mütter haben danach gebacken. Die Rezepte sind gut verständlich erläutert. Es enthält auch reichlich Basiswissen. Eine Vielzahl von Abbildungen rundet den perfekten Eindruck ab. Mehr braucht man nicht.
Dieses Backbuch ist einfach *das* Standardwerk schlechthin.
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