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Unsinnige Pauschalaussagen
Bereits vor einiger Zeit las ich im Internet eine Kritik über dieses Buch: "Geradezu gefährlich verharmlosend und eine "Problemlösung" versprechend ist die Überschrift eines Buches "Der kindersichere Hund". Das gibt es nicht.".
Da ich mir trotzdem erhoffte, einige Anregungen zur Erziehung von Kind und Hund (in dieser Reihenfolge!) zu bekommen, lieh ich mir dieses Buch von einer Bekannten aus. Gleich auf den ersten Seiten fand ich Aussagen wie (sinngemäß): "Die Frage ob Rüde oder Hündin sollte sich nicht stellen, da man die Tiere möglichst frühzeitig kastrieren sollte, um ihnen ein längeres, gesünderes, ausgeglicheneres (da nicht den hormonellen Schwankungen unterliegendes) Leben zu ermöglichen." - Sicher gibt es Fälle, in denen eine Kastration angeraten ist - diese aber pauschal für alle Hunde in frühestem Alter anzuraten halte ich für dumm und gefährlich! Weiter war zu lesen, das Hüte- und Treibhunde sowie Terrier zum Schnappen neigen - ganz pauschal, ganz allgemein. Auch ob der Hund später ein Feigling oder Agressor wäre, läßt sich den Autoren nach bereits bei den erst einige Wochen alten Welpen erkennen (sogar wie man die Welpen testet ist beschrieben). Anscheinend ist es für die Autoren nicht vorstellbar, daß ein ruhiger, ausgeglichener Welpe durch seinen Besitzer (und dessen Kinder) zu einem ängstlichen Nervenbündel "verzogen" werden kann. Auch aus einem mutigen, souveränen Hund kann man einen Angstbeisser machen! Schließlich liegt es an dem Besitzer, was aus dem Hund wird! Nachdem ich dies alles bereits auf den ersten Seiten las, ging ich dazu über, diese Einleitungen zu überspringen, und mir den eigentlichen Inhalt vorzunehmen, doch dieser war genauso gruselig und dumm. Ich hätte mir gewünscht, daß die Autoren mehr darauf eingehen, wie ich Kinder "hundegerecht" erziehe, denn die Hunde sind niemals kinderfeindlich, sondern werden kinderfeindlich gemacht: durch Ärgern, Fehlverhalten, etc. etc. Idealerweise sollte sich zwischen Hund und Kind eine lebenslange Freundschaft entwickeln. Fast alle Hunde bringen hierzu die Voraussetzung mit, aber den Kindern muß man beibringen, wie sie sich zu verhalten haben: Warum man einen Hund manchmal besser in Ruhe läßt, oder was der Hund ihnen gerade deutlich machen will (Körpersprache des Hundes, Verhaltensweisen, etc.). Vielleicht stecken in dem Buch noch einige gute Hinweise, ich weiss es nicht, da ich es weggelegt habe: Die Autoren haben meiner Meinung nach den größtmöglichen Unverstand an den Tag gelegt, den man zutage fördern kann.
Kein Buch für ängstliche Menschen
Leider werden einige gute Tips für die Vorbereitung des Hundes auf ein kommendes Kind total davon zunichte gemacht, dass Hunde als unberechenbare Wesen hergestellt werden, denen beigebracht werden muss, Menschen nichts zu tun. (Was meiner Meinung nach Unsinn ist, da ein Hund von sich aus Menschen mag und es unsere Schuld ist, falls ein Hund bösartig wird). Schade, dass nicht mehr auf den natürlichen Umgang zwischen Erwachsenen / Kindern / Hunden, sondern hauptsächlich auf Drill und Unterdrückung eingegangen wird.
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