Schwäne und andere Stars am Ententeich. Lustiges und Wissenswertes über unsere Nachbarn im Park

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Authors: Ingrid Schmidt
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: November 2003
Publisher: Schmidt, Ingrid
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Customer Review:
Ein Glanzpunkt der Tierfotografie !!
Das neue Buch "Schwäne und andere Stars am Ententeich" von Ingrid Schmidt ist ein wahrer Leckerbissen für alle Liebhaber von Tieren und insbesondere Wasservögeln - und eine Chance diese Tiere in einem Band der besonderen Art bewundern zu können! Auch für Leute, die sich sonst eher wenig mit Tieren beschäftigen, ist dieses tolle Buch ans Herz zu legen!

Keine Ahnung, wie lange man auf der Lauer liegen muss als Fotograf, um solche tollen Tierfotos zu machen - das Resultat ist jedenfalls großartig! Man sieht allerlei Wasservögel aus dem benachbarten Teich in wilden, romantischen oder verspielten Situationen - aus dem echten "Tierleben" eben. Jedes einzelne der Bilder könnte in einem Kalender oder einer Ausstellung Verwendung finden!

Dabei ist es kein Biologie-Fachbuch oder ein reiner Bildband, sondern genau die richtige Mischung aus kurzen informativen Texten und wundervollen Fotos. Man merkt diesem Buch mit jeder Faser an, dass die Autorin als Biologin die Tiere, ihre Verhaltensweisen und ihren Lebensraum genau kennt, sowie das Fotografieren wie ein Profi beherrscht - und dies wunderbar kombiniert hat.

Unbedingt empfehlenswert - für Groß und Klein, als Geschenk oder für sich selbst - zum Immer-Wiederanschauen!
Lebendiger Naturschutz
Dieses Buch verkörpert lebendigen Naturschutz, denn inzwischen wird die im Buch angedachte Idee, ähnlich wie Fütterungszeiten in Tierparks „Ententreff-Zeiten" in Stadtparks einzuführen, wo zu einer bestimmten Tageszeit nur eine kleine Futterration unter der Betreuung von erfahrenen Helfern verteilt wird, in einem Pilotversuch in Bad Nauheim seit vier Monaten verwirklicht. Der Erfolg insbesondere bei Familien mit Kindern macht Mut. Wer einmal die „Ententreff-Zeit" erlebt hat, kommt nicht mehr mit der eigenen Brottüte, sondern beobachtet begeistert, wie Schwäne und Gänse aus hohen Eimern Körnerfutter schnäbeln, sich dabei gegenseitig jagen und anschließend gemütlich putzen. Gleichzeitig kann man die vielen im Park lebenden Wildenten und Bläßhühner, die für sie nicht zugängliche menschliche Fütterung gar nicht mehr beachten, bei der natürlichen Futtersuche beobachten. So erleben jetzt viele Kinder (und Erwachsene) zum erstenmal die im Buch gezeigten Szenen aus nächster Nähe life, den sich putzenden schwarzen Schwan, das Sozialverhalten der vielen ausländischen Gänse, den eleganten Tauchsprung einer Reiherente, das in einer Wasserfontäne abtauchende Bläßhuhn oder das auf seinen großen Füßen gravitätisch einherschreitende Teichhuhn. Enger emotionaler Kontakt durch Beobachten statt Füttern, das Buch gibt visuell, unterlegt mit sparsamen Erklärungen und einfühlsamen Texten, wertvolle Anregungen für Menschen, die bisher wenig Erfahrung mit Naturbeobachtung haben. Und der erfahrene Naturbeobachter amüsiert sich köstlich, über die vielen witzigen Szenen, die im Bild festgehalten wurden. So ist dieses Buch ein wunderbares Geschenk für alle, die unsere gefiederten Freunde näher kennenlernen wollen, Freude an amüsanten Tierfotos haben und ganz nebenbei noch viel Wissenswertes erfahren möchten.
Die Stars vom Ententeich
Ein Stadtkind war Ingrid Schmidt. „Bis zu meinem elften Lebensjahr wohnte ich in Kassel. Dann zog ich aufs Land, und es war, als ob sich ein Knoten löste", erzählt die promovierte Biologin, die seit 1977 in Bad Nauheim lebt.
Täglich um drei Uhr nachmittags kommt Ingrid Schmidt vom Kerckhoff-Institut, ihrem Arbeitsplatz, herüber und feiert am kleinen Teich im Kurpark Wiedersehen mit ihren speziellen Freunden, den Wasservögeln. Seit einiger Zeit ist es hier aus Tierschutz-Gründen untersagt, trockenes Brot und andere Enten-„Leckerbissen" in großen Mengen ins Wasser zu befördern. Stattdessen bekommen die Teichbewohner artgerechtes Futter von Ingrid Schmidt. Und es finden sich bei diesem Nachmittagstermin immer einige Zuschauer ein, die ihren Spaß daran haben, die Tiere beim Kampf um die Körner zu beobachten.
„Gerda", „Hugo", „Niels" oder „Bubele" - so heißen sie, und haben schon geraume Zeit vorher einen wachsamen Blick auf den Parkweg, wo zur gewohnten Stunde Ingrid Schmidt mit dem Futtereimer erscheint. „Meist sind es die Namen, die die Parkbesucher den Enten gegeben haben", erklärt die Teich-Expertin.
Neben ihrer großen Naturliebe hat Ingrid Schmidt ein zweites Steckenpferd: die Fotografie. Und was läge da näher, als die teils schönen, teils ulkigen, aber immer interessanten Vorkommnisse unter freiem Himmel mittels der Kamera zu dokumentieren. Schon 1968 beteiligte sie sich mit einer Fotoserie über das Verhalten einheimischer Frösche am Wettbewerb „Jugend forscht". Vor 20 Jahren begann die Biologin mit Naturfotografie auf Auslandsreisen. Wer (außer Ingrid Schmidt) bekommt schon mal ein herzhaft gähnendes Krokodil vor die Linse? Doch warum in die Ferne schweifen: In den vergangenen Jahren begab sie sich regelmäßig auf Fotoreisen zu den Naturschutzgebieten in den neuen Bundesländern und jetzt entstand aus ihrer ersten Fotoausstellung ein Bildband, der mit Aufnahmen, die sämtlich in Bad Nauheim entstanden, Tierfreunde in helle Begeisterung versetzt.

„Lustiges und Wissenswertes über unsere Nachbarn im Park", so hat Ingrid Schmidt ihr Werk im Untertitel genannt. Wer das Buch zur Hand nimmt, erfährt unter anderem auch von den Gründen für ein Fütterverbot. „Entenfüttern macht Freude, aber es verursacht auch große Probleme", erklärt die Autorin. „Das Überangebot an Futter lockt immer mehr Enten an das Gewässer, die sich außerdem zunächst prächtig vermehren." Durch die Ausscheidungen der dann unnatürlich großen Population kommt es jedoch zu einer „unerwünschten Düngung" des Lebensraums, denn Wasservögel benutzen ihr Wohngewässer eben auch mal als Klosett. „Was im Winter noch hingehen mag", betont Ingrid Schmidt, „wird an heißen Sommertagen bedrohlich; die Selbstreinigungskräfte insbesondere kleinerer Gewässer mit wenig Bewuchs sind begrenzt. Durch den höheren Nährstoffgehalt kommt es zu einem erhöhten Algenwachstum. Es besteht die Gefahr, dass der Teich ‚umkippt', Fischen und anderen wasserbewohnenden Tieren droht der Atemtod." Unter ungünstigen Bedingungen kann sich in den toten Tieren und dem Faulschlamm außerdem Botulismus-Toxin bilden - im schlimmsten Fall sterben alle Teichbewohner.
„Gelungene Tierfotos sind für mich nicht das Produkt von Geduld und harter Arbeit sondern ein Geschenk der Tiere an mich. Ein Geschenk, das ich weitergeben möchte: ‚Seht mal, so etwas Lustiges oder Spannendes kann man bei uns am Teich ganz in der Nähe erleben." Mit Sicherheit zieht es viele, die sich von der Tierliebe Ingrid Schmidts anstecken lassen, demnächst an den kleinen Teich im Kurpark - doch nicht vergessen: „Füttern besser bleiben lassen!"

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