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Gesundheitsvorsorge beim Golden Retriever
Ursprünglich als zuverlässiger Apportierhund gezüchtet, ist der Golden Retriever heute ein typischer "Familienhund", der auch jagdlich geführt werden kann und sich für spezielle Aufgaben eignet (z.B. Blindenführhund). Durch seine ruhige, gelassene, aber nie langweilige Art zählt er in den angelsächsischen Ländern zu den beliebtesten Hunden überhaupt und ist auch in Deutschland immer häufiger anzutreffen.
Der Veterinärmediziner Dr.Lowell Ackerman beschreibt im Vorwort zu diesem Kompendium selbst, was sein Anliegen ist: "Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, die sich mit den Zuchtqualitäten, dem Körperbau...beschäftigen, befasst sich dieses Buch hauptsächlich mit der Gesundheitsvorsorge für den Golden Retriever."
So sind die einleitenden Kapitel über die Entstehungsgeschichte der Rasse sowie über Charakter und Körperbau auch relativ kurz gehalten.
Danach geht der Autor auf wesentliche Themen wie Suche nach einem seriösen Züchter, Organisationen, die man kennen sollte (z.B.: DRC= Deutscher Retriever-Club) etc. ein. Ein für die Gesundheitsvorsorge wesentlicher Aspekt, nämlich die adäquate Haltung des „Golden", wird ausführlich besprochen.
Die vernünftige Ernährung des Hundes, seine Erziehung sowie vorbeugende Maßnahmen und Gesundheitspflege nehmen einen breiten Raum im Buch ein.
In einem anschließenden Kapitel über Krankheiten beim Golden Retriever geht Ackerman zunächst auf genetisch bedingte Krankheiten ein, die bei dieser Rasse häufiger auftreten, wie z.B. die Ellbogengelenksdysplasie, Hüftgelenksdyplasie etc., um dann eine Beschreibung anderer Erkrankungen folgen zu lassen, die man bei anderen Rassen ebenso häufig finden kann (bestimmte Infektionen und Parasitosen).
Die Krankheitsbilder sind ausführlich beschrieben. Der Autor weist jedoch zurecht darauf hin, dass der Laie bei auftretenden Anzeichen einer Erkrankung des Hundes nicht den „Heimtierdoktor" spielen und der Versuchung erliegen sollte, anhand von Büchern eigene Diagnosen zu stellen.
Bei einer „Übersichtstabelle" über „andere häufiger beim Golden Retriever auftretende Erkrankungen" fragt man sich als Nicht-Veterinärmediziner, was bloße Aufzählungen wie „peripherale Hypomyelose", „uveodermatologisches Syndrom" etc. eigentlich bringen sollen. Hier schießt Ackerman m.E. doch deutlich übers Ziel hinaus.
Ein abschließendes Kapitel über Erste Hilfe betrifft im Grunde alle Hunderassen, ist aber sehr anschaulich und informativ geschrieben.
Das Buch ist mit zahlreichen sehr schönen Fotografien des „Golden" versehen.
Fazit:
Ein insgesamt gut geschriebenes und reich bebildertes Buch über die Gesundheitsvorsorge beim Golden Retriever, das an einigen wenigen Stellen - unnötigerweise -zu fachspezifisch gehalten ist.
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