Customer Review:
Tolles Buch, das aber auch nachdenken lässt!!
Bully for me
ist ein tolles Buch und erzählt die schön-bittere Geschichte
einer Hundezucht.
Der Autor schreibt voller Liebe und Hingabe und es ist wirklich
schön zu lesen mit wunderschönen Fotos einer wunderbaren Rasse!
Was mich zuerst geschockt hat, waren die züchterischen Methoden
die er angewandt hat, da wird mit aggressiven Tieren gezüchtet,
Hündinnen "vergewaltigt",Welpen handaufgezogen usw.
Aber, das ist nicht als die Wahrheit die sich großenteils auch
heute noch abspielt!!
Nur damals hat das niemanden gestört,deswegen wird auch so frei berichtet.Heute wird sich ein Züchter hüten irgendetwas von einem unfreiwilligen Deckakt zu erzählen aber das gibt es auch heute noch.
Wenn man dieses Buch gelesen hat öffnet es einem die Augen !
Auch wenn der Autor das nicht beabsichtigt hat, man erfährt z.B.
wie dem Bullterrier z.B. das Sozialverhalten weggezüchtet wurde.
Unter diesem Gesichtspunkt halte ich es für ein sehr wertvolles
Buch wer züchterische Idylle erwartet soll weiterträumen
Warum die Wahrheit verschweigen?
Das Buch ist nicht so schlecht, wie mein "Vorkritiker" es beschrieben hat. Sicher, eine dermaßen gestörte Hündin ist sicher nicht ideal, um einen Zwinger darauf aufzubauen. Aber der Hauptteil der Handlung spielt in den 60er und 70er Jahren, und damals und leider zum Teil bis heute kam und kommt es bisweilen vor, dass Hündinnen regelrechte "Rabenmütter" sind, das kommt aber nicht nur beim Bullterrier vor! Jack Mildenhall beschreibt auch zahlreiche seiner Hunde die frei waren von jeglicher Aggression gegen andere Tiere (so wie es sein soll) - denn zu Menschen ist ein guter Bulli IMMER freundlich. "Bully for me" nimmt kein Blatt vor den Mund, zeigt sehr deutlich die Schwierigkeiten,aber auch die Glücksmomente, die mit der Bullterrier-Zucht verbunden sind. Bisher hat noch niemand in einer einprägsameren und amüsanteren, dabei ehrlichen Art und Weise den Charakter des Bullterriers so treffend dargestellt. Bereits im Vorwort (vom deutschen Bullterrier-Papst Dieter Fleig)wird erwähnt, dass es sich um ein kritisches Buch handelt, aus dem man sicherlich falsche Schlüsse ziehen kann, wenn man nicht auch zwischen den Zeilen liest. Mir jedenfalls hat das Lesen viel Spaß gemacht und mir den Bulli noch näher gebracht, und ich lese es auch immer wieder gerne. Wegen des hohen Preises aber nur 4 Sterne.
Mehr Armutszeugnis als Beschreibung eines Lebenswerkes
Das Buch beschreibt das "Lebenswerk" eines Mannes, welcher seinen Zwinger auf einer völlig gestörten Hündin aufbaute. Ein Satz aus dem Buch blieb mir besonders im Gedächtnis (sinngemäß und recht wortgetreu): "Offensichtlich wissen Bullterrierhündinnen nicht immer, was gut für sie ist.". Dieser Satz garniert die Beschreibung des Deckaktes bei jener verhaltensgestörten Hündin: Mit Maulkorb und festgehalten, da jene sich auf Heftigste wehrte. Bei derart "toll" geprägten Welpen, die ihre Mutter nur als gefesselte und geknebelte Milchbar kennenlernten, kann man dann natürlich auch vorstrefflich über das in ihnen steckende Kämpfererbe reden.
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