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Homöopathie hilft auch beim Pferd?- Und ob
Ich gebe zu, ich war der größte Skeptiker dieser Welt. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht begann ich das Buch zu lesen. Homöopathie beim Pferd? Das konnte meines Erachtens nur ein Witz sein. Aber dieses Buch hat mich gefesselt. Seite für Seite habe ich verschlungen. Der kurze, einfache Stil der Autorin hat mich einfach mitgerissen. Am Ende war mir das Grinsen vergangen und ich blickte zurück auf eine sehr wertvolle Lektüre. Ich habe nicht nur Wissen darüber erlangt, was ich vorsorglich tun kann, bis der Tierarzt eintrifft. Ich habe auch eine ganze Menge über mein Pferd gelernt. Ich kann ihn heute viel besser einschätzen und viele Dinge, über die ich mich schon immer geärget habe und von denen ich bislang dachte, sie nur durch reiten und abermals reiten in den Griff zu bekommen, kann ich heute durch Homöopathische Anwendungen positiv beeinflussen. So hat mein Pferd endlich die Ruhe und Gelassenheit erlangt, die ich durch das reiten nie erreicht habe. Dieses Buch ist eine sehr ratsame Lektüre für alle, die im positiven Einklang mit sich und dem Pferd stehen wollen. Wenn auch Sie Ihr Pferd als eigenständiges Individium sehen und es nicht als Mittel zum Zweck benutzen, dann besorgen Sie sich dieses Buch. Es lohnt sich.
informativer Überblick
Eigentlich hatte ich den Ratgeber "Homöopathie" erst mal nur aus Interesse gelesen - aber dann bekam meine Stute ein Hufgeschwür, dessen Heilungsprozess sich hinzog, und ich suchte nach Hilfe aus dem Bereich der Homöopathie (zusätzlich zur tierärztlichen Behandlung), wobei mir dieses Buch dann sehr nützlich wurde.
Auch bei Lahmheitsgeschehen habe ich inzwischen die Vorschläge von Ina Gösmeier und Sabine Heuveldop intensiv studiert und auch umgesetzt.
Mir gefällt an diesem Buch, dass es zunächst ausführlich Grundlagenwissen über die Homöopathie vermittelt, Verbindungen zwischen Homöopathie und anderen Naturheilverfahren und auch der konventionellen Medizin aufzeigt (immer bezogen auf Pferde) und dann auf spezielle Krankheitsbilder bei Pferden eingeht. Besonders interessant finde ich auch die immer wieder eingestreuten Fallgeschichten aus der Praxis. Sowohl bei der Vermittlung von Theorie als auch von den praktischen Beispielen profitiert dieses Buch von dem fundierten Wissen der Tierärztin Dr. med. vet. Ina Gösmeier, die sich auf naturheilkundliche Behandlungsmethoden spezialisiert und dabei einen guten Ruf erworben hat. (Meines Wissens arbeitet auch die Tierklinik Telgte mit ihr zusammen.) Am Schluss wird man über die 40 wichtigsten homöopathischen Arzneimittel und deren Einsatzbereiche informiert. Findet man also ein Krankheitsbild des eigenen Pferdes nicht in dem immerhin 60 Seiten umfassenden Kapitel mit den typischen Krankheiten, so kann man bei den Arzneien suchen, ob es etwas Passendes gibt. Insofern enthält dieses Buch also eine Fülle an Informationen!
Meiner Meinung nach kann man mit Hilfe dieses Wissens durchaus schon das eine oder andere Mittel in Selbsthilfe einsetzen - die Autorinnen machen ja auch immer wieder darauf aufmerksam, wo dies möglich ist und wo die Grenzen eines solchen Vorgehens sind. Mit hat das Buch aber auch geholfen, die Therapievorschläge eines Tierheilpraktikers besser verstehen zu können und so eine etwas kompetentere Gesprächspartnerin zu sein.
Hervorheben möchte ich auch noch, dass das Buch für den Laien sehr verständlich geschrieben und übersichtlich (mit Hervorhebungen, Informationskästen, informativen Stichworten etc.) gestaltet ist. Viele Bilder veranschaulichen das Beschriebene, ob es nun Krankheitsbilder, Konstitutionstypen von Pferden oder Pflanzenbilder sind.
Man kann es immer wieder lesen und interesssant finden. Hat man die Grundlagen einmal verstanden, ist es auch möglich, sich bestimmte Kapitel aus dem Inhaltsverzeichnis auszuwählen oder anhand der Register(einmal eines mit den homöopathischen Mitteln und eines mit Krankheiten) nach speziellen Informationen suchen.
Deshalb kann ich dieses Buch wirklich empfehlen!
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