Customer Review:
Zu wenig
Eigentlich waren beim durchlesen des Heftchens nicht viele Kritikpunkte zu finden, denn die Übungen wurden gut erklärt, die Handgriffe bildlich oder fotographisch dargestellt, die Motivation der Autorin durch die HD-Erkrankung ihrer beiden Hunde erläutert; kurzum ein in sich schlüssiges Büchlein.
Dennoch war ich nach der Lektüre leicht enttäuscht -ist das alles? Klar, praxisbezogen ist es, leicht verständlich und ohne viele Fachwörter. Wenn man dies nun wünscht ok, aber ich hatte doch ein wenig mehr Tiefgang in die Materie erwartet, gerade wenn sich die Autorin als Begründerin der Physiotherapie-Bewegung beim Hund anpreist. Bei einem Fachbuch hatte ich mir dann doch mehr Einsicht in das WIE und WARUM der Massage erwartet, oder auch was für zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden können. Da kam dann aber die Knappheit der Beschreibungen zum Tragen, man lernt nicht wirklich viel über die Massage beim Hund. Der Textteil ist gerade eben lang genug um die Bilder zu ergänzen, das Preis-Leistungs Verhältnis ist somit für mich nicht in Ordnung, auch wenn man (oberflächlich gesehen) nach der Lektüre gleich loslegen kann.
So viel wie nötig, so wenig wie möglich
TTouch ist zwar, wenn es auch zu einem grossen Teil um das Berühren geht, nicht grundsätzlich ein Massage-Konzept, jedoch ist mein Interesse an Massage für den Hund nach den TTouch-Basis- und Aufbau-Kursen aufgekommen. Ich wollte einfach mehr über das Thema erfahren.
"Hundemassage" von Katrin Blümchen ist wohl mit gerade 76 Seiten ein sehr dünnes Buch, allerdings empfand ich das in diesem Fall als ausgesprochenen Vorteil.
Nach einigen Informationen zur ihrer Person gibt die Autorin einen kurzen Exkurs in die verbreitetsten Krankheitstypen des Bewegungsapparates. Die einzelnen Krankheiten werden kurz beschrieben, die möglichen Massage-, Wärme- oder Kälte-Behandlungen werden aufgezählt, mögliche Gegenindikationen werden deutlich vermerkt.
Der nächste Abschnitt des Buches zählt die einzelnen Massagetechniken mit und ohne Hilfsmittel auf. Neben der "Handarbeit" am Hund wird auch der Umgang mit Igelball und Bürste erklärt, es wird auf Wickeltechniken und eventuell zum Einsatz kommende Massageöle und -essenzen eingegangen.
Das Buch ist wie gesagt, sehr kurz, aber gerade hierin liegt der Reiz. Frei nach dem Motto "So viel wie nötig, so wenig wie möglich", sind Erklärungen pragmatisch, nennen alle Wichtigen Randbedingungen (z.B. "keine Wärmebehandlung bei Herz-Kreislaufproblemen"), und nehmen dadurch auf der einen Seite die Angst, etwas falsches zu tun, auf der anderen Seite fühlt man sich nicht von einem Berg geballten Wissens, der ein vollständiges Physiologiestudion erfordert, abgeschreckt. Die klare Gliederung macht es einem leicht, schnell nochmal in Vergessenheit geratene Details nachzuschlagen. Das Buch motiviert zum "direkt Loslegen"!
Diejenigen, die nach der Lektüre Blut geleckt haben und tiefer in die Materie einsteigen wollen, werden dann beim Quellen- und Literaturverzeichnis - welches man ja heutzutage bei Sachbüchern auch immer seltener findet - schnell fündig.
Interessant für alle Hundebesitzer/innen
Dieses Buch ist für jeden Hundebesitzer/in zu empfehlen.
Auch Laien wird in anschaulicher Weise Einblick in manche Krankheiten gegeben, die man auch mit Stützung von alternativen Behandlungen wie z.B. Massagen zur schnelleren Genesung bringen kann.
Einige Krankheitsbilder sind gerade für Nichtmediziner in verständliche Worte gebracht und erklärt.
Das Verständnis unserer Vierbeiner im Zusammenhang mit Erkrankungen ist erklärt, sowie die dazugehörigen Auswirkungen auf das damit verbundene Zusammenleben und den Umgang.
Besonders hervorzuheben sind die verschiedenen Methoden, auf die die Autorin eingeht. Sie erläutert die verschidenen Techniken mit den jeweiligen Einsatzgebieten und stellt direkt die nicht induzierten Einsatzgebiete in Bezug.
Aufgrund der Strukturierung des Buches mit Vor-und Nachteilen einer jeden Massagetechnik und der Bebilderung dazu für jedermann zu empfehlen, ob Mediziner oder Laie.
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