Customer Review:
Absurdes Buch
Auf den ersten paar Seiten habe ich mich ganz eindeutig von dem wissenschaftlichen Schreibstil und den wilden Versprechungen blenden lassen. Jedoch hielt das nicht lange vor, denn je mehr ich las, desto mehr beschlich mich das Gefühl, dass hier der Autor versucht Binsenweisheiten als weltbewegenden Neuigkeiten darzustellen.
Der Titel hieße richtiger „Hunde richtig belohnen", denn von nichts anderem handelt dieses Buch. Der Autor geht weder auf die Form des natürlichen Spielverhaltens ein, noch adressiert er wie ein Spiel zwischen Hund und Mensch aussehen soll oder was für Spielregel hier gelten. Formulierungen wie „zur Belohnung mit dem Hund balgen" sind völlig unverständlich; beinhaltet dies spielerische Beißerein, kugelt man sich dabei über den Boden oder berührt der Hund einen nicht mal sondern man hüpft nur gemeinsam umher? Antworten bleibt der Autor schuldig und verrennt sich dabei in veraltertes Dominanzgeschwafel. Warum er immer wieder betont er als Musiker wäre zur Hundeausbildung prädestiniert bleibt mir schleierhaft, je weiter ich lese desto mehr hohle Phrasen finde ich.
Aber dann der Hammer zum Schluss; auf den letzten Seiten behauptet er dann doch glatt zur Festigung des Gehorsams, als Krönung der Ausbildung, soll der Hund nun durch Zwang (=Prügel) in seinem Gehorsam gefestigt werden. Dies sei für die sichere Ausübung des Kommandos Platz unerlässlich. Und dann noch eine Anweisung wie der Hund durch Prügel und Nackenschütteln zu züchtigen ist wenn er bei Ablenkung durch eine Katze nicht gehorcht. Ist das der selbe Mensch der mir über knapp 200 Seiten nahe legte die beste Erziehung sei durch hohe Motivation und Spiel zu erreichen???
Die Selbstverherrlichungen des Autors hat mich schon auf dem Buchumschlag stutzig gemacht. Ich hätte auf mein erstes Gefühl hören sollen, denn das Buch ist einfach nur schlecht und völlig überteuert. Ganz nebenbei, ich hab noch in KEINEM Buch so viele Tippfehler gesehen wie hier.
Warum gibts hier keine Minus-Sterne ?
Nur weil der Autor in der Lage ist, sich Allgemeinplätze lizensieren zu lassen ("Geistiger Zügel" ist die vor dem Kopf ausgestreckte Hand, die den Hund bremst! Mensch, das ist ja echt totaaaaal neu, die Geste ist ja soooo exotisch, dass der Autor, wie er selbst betont, lange drüber nachgedacht hat, bis er drauf kam - noch den Anfang eines Tatorts gesehen???), das (la) oder (EL) in jedem Absatz mindestens einmal einfügen muß, damit der Leser auch merkt, welch unglaublich neue Erkenntnisse er "entwickelt" hat, heißt das noch lange nicht, das dieses Buch seine Daseinsberechtigung hat.
Nein, nichts in diesem Buch ist neu, es ist nur in aufgeschäumte möchtegern-wissenschaftliche Floskeln verpackt, die sich in etwa genauso spannend lesen, wie eine aus dem chinesischen übersetze Gebrauchsanweisung!
Und beim Anblick der Fotos, muß man sich unweigerlich fragen, ob der Hund noch alleine aufs Klo gehen kann, oder ob er dazu durch ein MO (EL - natürlich!!) (Motivations-Objekt, man könnte auch Spielzeug sagen, aber das klingt nicht so schön Managerdeutsch) aufgefordert werden muß.
Mit E. Linds bahnbrechenden neuen Hundesportmethoden erzeugt man funktionierende Hundeautomaten, die keinen Schritt mehr laufen, ohne auf Ihren Team-Führer ((EL)(oder war es (la)??) zu starren - jegliche Selbstständigkeit geht dabei verloren! Klar müssen Hunde erzogen werden, sie müssen Grundgehorsam lernen, sie wollen spielen, arbeiten, beschäftigt werden, wie immer man das nennen möchte. Aber wie arm ist ein Hund, der nichts mehr ohne "Geistigen Zügel" macht, der nur noch funktioniert???
5 Minussterne für diesen Müll!
Ein Meilenstein für das richtige Spielen mit Hunden
Ekard Lind hat verständlich, begeisternd und kompetent ein Buch geschrieben, was einem hilft, seinen Hund aus der Reserve zu locken, ihn zu motivieren, eins mit ihm zu sein, ohne Worte. Durch diese Art zu spielen wird die Bindung gestärkt, die Motivation gefördert und es entwickelt sich eine Spielharmonie. Das trägt nicht nur dazu bei, seinen Hund besser zu beschäftigen, sondern es eröffnet eine gewaltfreie Möglichkeit der perfekten Grunderziehung mit dem Spiel als Belohnung. Spielmuffel können aus der Reserve gelockt werden. Oftmals liegt es nur am Halter, am falschen Spiel, an der falschen oder gar nicht vorhandenen Motivation. Allerdings muss man hier auch aufpassen, dass man seinen Hund nicht stresst und das es immer Hunde(rassen) geben wird, die nun wirklich damit nicht zu "kriegen" sind, weil sie angeborene Spielmuffel sind.
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