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Der Hund lernt mit Freude fast von selbst
Hans-Jürgen Markmann hat 2003 sein Buch "Der Jagdhundwelpe" im Kosmos-Verlag herausgebracht. Die Ausbildung eines Jagdhundes nach dem Buch ist völlig anders als früher.
In dem Buch über Früherziehung, Anlageförderung und jagdliche Prägung eines Jagdhundwelpen lernen wir die nach modernen Ergebnissen der Tier-Verhaltensforschung erkannten Entwicklungsphasen unseres Hundes kennnen:
Vegetative Phase (1.-2. Woche), Übergangsphase (3.Woche), Prägungsphase (4.-7. Woche), Sozialisierungsphase (8.-12. Woche), Rangordnungsphase (13.-16. Woche), Rudelordnungsphase (5. und 6. Monat), Pubertätsphase (ab 7. Monat).
In all diesen Zeitabschnitten gibt es für den Welpengeeignete Erziehungsmethoden und anregende Lernprozesse. Sie zu nutzen und bestimmte schlummernde Eigenschaften des Tieres anzuregen und zu prägen, sollte die Aufgabe einer guten Ausbildung sein. Die erste Zeit bis zur siebenten Woche verbringt der Hund beim Züchter. Er ist in dieser Zeit für das Lernen des kleinen Hundes verantwortlich.
Aber ab der 8. Woche, so lernen wir bei Markmann, muss die Erziehung und Ausbildung vom neuen Herrn übernommen werden. Wie mit dem Hund in jeder Phase durch tägliche kleine Übungen spielerisch trainiert werden kann, lernt der Jagdhundbesitzer, und es wird uns am Ende des Lehrbuches klar, dass der Jagdhundwelpe mit der 16. Woche bereits alles, was er im späteren Leben beherrschen muss, schon einmal "Bekanntschaft" gemacht hat und es vielleicht schon ein wenig beherrscht.
Dabei lernen wir, dass der Hund keinesfalls überfordert werden darf, eine gute Ernährung und ausreichende Ruhephasen neben der täglichen Beschäftigung erhalten muss.
Das Buch ist in einer guten, von allen zu verstehenden Sprache geschrieben. Es bringt wichtige Leitsätze als Wiederholung in Kastenform und zeigt dem Leser an Hand der herrlichen Fotografien, die der Autor selbst gemacht hat, wie er diese oder jene Übung zu verstehen hat.
Es handelt sich um ein Sachbuch höchster Qualität und ein Lehrbuch für Herrn und Hund. Wenn ich dieses Buch vor 20 Jahren schon gehabt hätte, hätte ich meinen ersten Jagdhund nicht mit so viel Mühe und Strenge, ja manchmal auch Härte, ausbilden müssen - und er wäre sicher ein viel besserer Jagdhund geworden!
Die logische Fortsetzung des "Jagdhundewelpen"
Dieses Buch schliesst nahtlos und logisch an Markmanns "Der Jagdhundwelpe" an und baut auf der Frühförderung der Anlagen im Welpenalter auf. Deutlich und nachvollziehbar wird gezeigt, wie der Hund spielerisch und konsequent an seine Aufgabe als Jagdbegleiter und Jagdhelfer herangeführt wird. Das Buch räumt auch mit falschen Vorstellungen über Härte bei der Hundeausbildung auf!
Sehr informativ und hilfreich
Bevor wir uns unseren Jagdhundwelpen zugelegten, kauften wir uns dieses Buch zusammen mit einigen anderen Ratgebern. Vom Welpen zum Jagdhelfer war fuer uns davon das beste. Man sollte sich das Buch wirklich vor dem Hund besorgen, da es schon im Vorfeld wichtige Tipps gibt (soll ich mir wirklich einen (Jagd-)Hund zulegen, welche Umgebung braucht er, wie verfahre ich beim Abholen vom Zuechter etc.). Und es hilft weiter, sobald der kleine Vierbeiner im Haus ist: wie wird der Welpe stubenrein, wie verleidet man ihm gewisse Handlungen, wie kann man ihm Befehle beibringen. Die Lerneinheiten werden sinnvoll mit Bildern gezeigt (z.B. Zeichenbefehle). Gut ist auch die Vorbereitung auf die einzelnen Hundepruefungen. Das einzige, was ich vermisst hatte, ist eine grobe Zeittafel, d.h. wann sollte der Hund was lernen. Das waere fuer den Erstlingsfuehrer hilfreich. Insgesamt ist das Buch sehr informativ und hilfreich und auch fuer den nichtjagenden Hundebesitzer geeignet.
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