Customer Review:
Mehr als blosse Konstruktion
Die Geschichte folgt den Regeln der Hollywooddramaturgie, so dass man schnell weiss, wo es langgehen wird. Doch das, was die Schwäche sein könnte ist immer noch stark, weil das Buch trocken und vielschichtig genug geschrieben ist und ich als Leser der Sache mit Lust folgen kann. Die Hauptcharaktere sind lebendig gezeichnet - am Ende wird's ein bißchen turbulent, aber naja, das ist eben das typische Ende. Der Weg dahin ist gut, detailreich, psychologisch mag man mitgehen. Kein großer Krimi, aber ein guter Krimi, dem man guten Gewissens lesen oder schenken kann.
Passabel
Alan M. Dershowitz ist ein erfolgreicher Anwalt und Autor. Mit "Chutzpah", seinem Sachbuch über die Juden in Amerika, hat er einen Bestseller gelandet, und auch "Ein Spiel mit dem Teufel", sein erster Roman, ist durchaus erfolgreich. Worum geht es? Der in letzter Zeit etwas glücklose Anwalt Abe Ringel, bekommt einen großen, spektakulären Fall: Joe Campbell, der charmante, intelligente Baseball-Superstar wird beschuldigt, eine Frau vergewaltigt zu haben. Ausgerechnet Joe Campbell. Ausgerechnet dieser Supermann, der haufenweise Groupies haben kann. Der Fall scheint einfach, wird dann aber natürlich doch noch kompliziert. - Interessant sind die juristischen und moralischen Probleme, die Dershowitz hier behandelt. Auch sonst ist der Roman gut lesbar, wenn auch etwas betulich geschrieben. An das Spannungsniveau der Grisham-Romane kommt er aber nicht heran.
Psychologisch spannender Gerichtskrimi
Abe, erfolgreicher Strafverteidiger und alleinerziehender Vater, gerät durch die offensichtlich leichte Verteidigung eines Basketballstars, der wegen Vergewaltigung angeklagt wurde, in einen scheinbar unlösbaren Konflikt zwischen beruflichen und menschlichen Pflichten. Obwohl das Ende nicht ganz überraschend ist, ist doch die Darstellung seiner Gespaltenheit zwischen Standesrecht und Moral gelungen und bis zum Schluß spannend. Angenehm ist die sehr genaue Schilderung des Prozeßrechts durch den Fachmann. So werden sonst so ärgerliche Ungenauigkeiten vermieden.
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